Bundesliga : Spektakulärer Stürmertausch: Petric zum HSV, Zidan nach Dortmund

Bester Torschütze gegen Sorgenkind: Der Dortmunder Mladen Petric wechselt zum Hamburger SV, dafür haben die Dortmunder Mohamed Zidan eingekauft. Zidan wurde beim HSV nie heimisch - und kehrt jetzt zurück zu seinem Ziehvater, Dortmund-Trainer Klopp.

Spielertausch
Petric wechselt zum HSV - Zidan im Tausch nach Dortmund. -Foto: dpa

Hamburg/LeverkusenIn der Fußball-Bundesliga gibt es einen spektakulären Spielertausch. Nach dem Abgang von Rafael van der Vaart zu Real Madrid hat der Hamburger SV in Mladen Petric kurzfristig Ersatz beim Konkurrenten Borussia Dortmund gefunden. Dafür wechselt im Gegenzug HSV-"Sorgenkind" Mohamed Zidan ins Ruhrgebiet. "Wir haben das Beste aus der Situation gemacht, uns Mohamed Zidan geschnappt und noch ein paar Euro dazu bekommen", sagte der neue BVB-Coach Jürgen Klopp vor der Partie bei Bayer Leverkusen am Samstag dem TV-Sender Premiere. Der HSV habe Petric unbedingt haben wollen. Klopp bestätigte damit Berichte der "Ruhr Nachrichten" und "Bild"-Zeitung.

Demnach sollen die Dortmunder zusätzlich zu Zidan noch 4,5 Millionen Euro erhalten. Petric gehörte in Leverkusen bereits nicht mehr dem BVB-Aufgebot an. Der Kroate sollte sich zu diesem Zeitpunkt schon zu abschließenden Verhandlungen und der obligatorischen medizinischen Untersuchung in Hamburg aufhalten. Nach dem Wechsel von Kapitän und Spielmacher van der Vaart, der dem HSV etwa 16 Millionen Euro in die Kassen gespült hatte, hatte Hamburgs neuer Trainer Martin Jol wiederholt Neuverpflichtungen angemahnt.

Petric vergangene Saison Dortmunds bester Torschütze

Beim HSV trifft der 26-malige Nationalspieler Petric auf seinen Sturmpartner in der Auswahl Kroatiens, Ivica Olic. In Dortmund schoss Petric in 29 Spielen 13 Tore und war in der vergangenen Saison bester Torschütze des BVB. Auch für Zidan, der sich bei den Hanseaten nie durchsetzen konnte, bedeutet der Transfer ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Dortmunds neuer Trainer Klopp gilt seit gemeinsamen Tagen beim FSV Mainz 05 als Ziehvater des ägyptischen Stürmers.

Während der Ägypter bei Werder Bremen (3 Tore in 15 Spielen) und in Hamburg (2 Tore in 21 Spielen) nie glücklich wurde, hatte er unter Klopp im Jahr 2006 in Mainz mit neun Toren in 26 Spielen maßgeblichen Anteil am Klassenverbleib. Und trotz seiner beeindruckenden Bilanz mit 13 Treffern in 15 Rückrunden-Spielen konnte aber auch Zidan den Abstieg der Mainzer vor einem Jahr nicht verhindern. Daraufhin war er für mehr als fünf Millionen Euro Ablöse zum HSV gewechselt und hatte große Erwartungen ausgelöst, die er (zu) selten erfüllen konnte. (saw/dpa)

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