Bundesliga : Spitzenteams tun sich schwer

Bayern München kann trotz eines mäßigen Spiels seinen 7-Punkte-Vorsprung wahren. Allerdings nur, weil auch die Verfolger im Kampf um die Champions-League patzten.

Hamburger SV - DSC Arminia Bielefeld
Hamburgs Mohamed Zidan (Aegypten, oben) spielt gegen Bielefelds Radim Kucera (Tschechien). -Foto: ddp

HamburgDer FC Bayern München hat in der Fußball-Bundesliga seine Titelambitionen untermauert. Trotz des mageren 1:1 (0:1) beim 1. FC Nürnberg wahrte der deutsche Rekordmeister am Samstag nach 26 Spieltagen mit nun 54 Zählern seinen Sieben-Punkte-Vorsprung vor dem Hamburger SV (47), der gegen Arminia Bielefeld nicht über ein 1:1 (0:0) hinauskam. Dahinter verbesserte sich der FC Schalke 04 (45) dank des 0:0 beim Karlsruher SC auf Rang drei. Denn Bayer Leverkusen (44) patzte beim 0:2 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt ebenso wie Werder Bremen (44) beim 1:2 gegen den MSV Duisburg.

Der FC Bayern verpasste beim 50. bayerischen Bundesliga-Derby zwar die Revanche für die bittere 0:3-Pleite in der vergangenen Saison in Nürnberg, bei der Trainer Ottmar Hitzfeld seine zweite Amtszeit beim deutschen Rekordmeister antrat. Allerdings lagen die Münchner nach einem "Tor des Monats" durch Zvjezdan Misimovic (44. Minute) lange zurück und erkämpften sich schließlich doch noch den Teilerfolg. Der eingewechselte Nationalspieler Lukas Podolski (81.) verhinderte mit seinem Treffer die dritte Saison-Niederlage des FCB.

Der HSV tat sich gegen den Abstiegskandidaten aus Bielefeld sehr schwer. Die Norddeutschen waren zwar das überlegene Team, waren aber im Abschluss nicht konsequent genug. David Jarolim (66.) sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte und schwächte sein Team dadurch zusätzlich. Das rächte sich: Markus Bollmann (72.) traf zum 0:1; Paolo Guerrero (82.) rettete dem HSV immerhin noch einen Punkt und verhinderte den ersten Bielefelder Auswärtssieg seit August 2007. Bielefelds Böhme (85./wiederholtes Foulspiel) sah noch Gelb-Rot.

Bayer Leverkusen spielte zwar lange auf des Gegners Tor, musste sich aber Eintracht Frankfurt unglücklich geschlagen geben. Mit einem Eigentor brachte Nationalspieler Stefan Kießling (24.) das Bayer-Team in Rückstand. Der Werksclub war in der Folge zwar drückend überlegen, doch die Hessen hielten dem Druck stand und schafften durch "Joker" Evangelios Mantzios (90.+1) sogar noch das 2:0.

Nach drei Punktspielen ohne Sieg setzte Werder Bremen seine Talfahrt in der Meisterschaft bei der bitteren Heimpleite gegen das bisherige "Schlusslicht" MSV Duisburg fort. Mit einem Freistoßtor sorgte Ivica Grlic (32.) für die überraschende Führung der Gäste, die weiter frech aufspielten und nach einem Konter durch Manasseh Ishiaku (42.) noch vor der Pause erhöhten. Werder-Coach Thomas Schaaf setzte nach dem Wechsel auf totale Offensive: Doch trotz eines Sturmlaufes bis zum Abpfiff gelang Diego (58.) lediglich der Anschlusstreffer. Der MSV verließ erstmals seit Monaten die Abstiegsränge.

Der FC Schalke 04 erzielte durch das torlose Unentschieden beim UEFA-Cup-Aspiranten Karlsruher SC eine passable Generalprobe für das Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona am Dienstag. Dank des Punktgewinns kletterten die "Knappen" auf Rang 3 und haben wieder gute Chancen auf die erneute Champions-League-Qualifikation.

In einem spannenden Ruhrrevier-Derby verpasste der VfL Bochum beim 3:3 (3:2) den sechsten Heimsieg in Serie gegen den Pokalfinalisten Borussia Dortmund. Christoph Dabrowski (3.) und Benjamin Auer (9.) schossen schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Erst danach wachte der BVB auf und kam durch den Doppelschlag von Sebastian Kehl (37.) und Mladen Petric' 13. Saisontor (39.) zum Gleichstand. Auer (42.) schlug mit seinem zweiten Treffer zurück und Tinga (65.) egalisierte. (mpr/dpa)

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