Bundesliga : Stevens: "Eine enorm schwere Aufgabe"

Im Windschatten der Bayern und von Werder Bremen balgen sich Leverkusen und der HSV heute um Rang drei. Die größeren Personalsorgen haben wieder einmal die Hamburger.

Van der Vaart
Am zweiten Spieltag hatte Rafael van der Vaart den HSV zum 1:0-Heimsieg über die Leverkusener geschossen. -Foto: ddp

LeverkusenVerfolgerduell in Leverkusen, Abstiegskampf pur in Nürnberg und das "Treffen der Enttäuschten" in Stuttgart: Der zweite Spieltag der Rückrunde in der Bundesliga hat es bereits am Samstag in sich.

Dritter gegen Vierter - in Leverkusen, wo der Hamburger SV gastiert, treten zwei Tabellen-Nachbarn gegeneinander an. "Wir wollen Platz drei zurückholen", sagt der Hamburger Bastian Reinhardt. Trainer Huub Stevens erwartet nach dem 1:1 gegen Hannover 96, "dass wir uns deutlich steigern, sonst werden wir dort nichts gewinnen." Bayer-Stürmer Stefan Kießling verspricht dagegen, mit einem Sieg werde man sich vom punktgleichen Rivalen "absetzen".

Kämperisch zeigt sich auch Ex-Hamburger Sergej Barbarez: "Wir wollen uns oben festbeißen. Je länger man oben steht, desto besser", sagte der heutige Leverkusener dem Internetdienstleister sport1.de. Im Hinspiel hatte der HSV durch ein Tor von Rafael van der Vaart mit 1:0 gewonnen.

Den HSV plagen dabei erneut große Personalsorgen. Auf Atouba, Zidan (beide Afrika-Cup) und Castelen (verletzt) muss Trainer Stevens verzichten, Boateng und Kompany sind angeschlagen. "Eine enorm schwere Aufgabe", so der Coach. Die Hanseaten sind seit vier Bundesliga-Spielen ohne Sieg. Bayer gewann seine letzten drei Heimspiele mit insgesamt 11:1 Toren, muss aber am Samstag auf Castro, Sinkiewicz, Ramelow, Sarpei und wohl auch Haggui verzichten.

Veh setzt auf seine Nationalspieler

Um den Anschluss an die Uefa-Cup-Plätze kämpft Meister VfB Stuttgart gegen Hertha BSC Berlin. "Jetzt sind meine Nationalspieler gefordert, sie müssen Verantwortung übernehmen", meint Trainer Armin Veh. Für Berlin geht es darum, nicht tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. "Ich erwarte, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt", sagt Manager Dieter Hoeneß angesichts von nur noch fünf Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 16.

Dort steht der 1. FC Nürnberg, zwei Zähler hinter Rostock, das am Samstag in Franken gastiert. Trainer Hans Meyer erhofft sich von einem Sieg mehr Ruhe: "Es brennt jetzt schon, wir müssen nicht noch weiter Feuer legen." Zvjezdan Misimovic kehrt ins Mittelfeld zurück, Hansa muss auf vier wichtige Spieler verzichten. "Nürnberg wird uns mit allen Mitteln bekämpfen", glaubt Trainer Frank Pagelsdorf, der den gesperrten Stürmer Victor Agali im Training als Jan-Koller-Imitat testete.

Der Karlsruher SC will in Hannover gegen den direkten Verfolger seinen sechsten Platz zementieren, Schlusslicht Duisburg erhofft sich beim Zehnten VfL Wolfsburg den ersten Rückrundensieg. (jvo/sid/dpa)

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