Bundesliga : Streit um Weiterkauf von Tickets

Schalke 04 muss hinnehmen, dass Tickets für Fußballspiele über eine Internetplattform gehandelt werden. Der Club legt gegen das Urteil des Landgerichts Essen Berufung ein und wird dabei finanziell von der Deutschen Fußball Liga (DFL) unterstützt.

EssenDahinter verbirgt sich die Frage, ob Veranstalter den Handel mit Karten verbieten dürfen oder ob ein Zweitverkauf mit Extramargen erlaubt ist. Die DFL ist der Meinung, dass hohe Ticketpreise dem Sport schaden, Schalke 04 spricht gar von Schwarzmarkthandel.

Im aktuellen Fall geht es um die Plattform Seatwave. Der Betreiber aus England behauptet, dass 60 Prozent der Anbieter höchstens zwei Karten verkaufen wollen, während Stichproben ergaben, dass etliche Verkäufer acht bis zehn Karten zum doppelten Preis anbieten. Käufer und Verkäufer zahlen jeweils einen Anteil an Seatwave, der sich an der Höhe des Verkaufspreises orientiert.

Das Landgericht Essen folgte einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zum Handel mit Tickets auf Internetplattformen. Der BGH hatte im September 2008 entschieden, dass zwar gewerbliche Händler keine Eintrittskarten beim Verein aufkaufen und dann zu deutlich höheren Preisen veräußern dürfen. Den Handel mit Tickets von Privatpersonen könne man jedoch nicht verbieten - selbst wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Clubs das verbieten.

Nun muss das Oberlandesgericht Hamm über die Berufung entscheiden.  (sp/dpa)


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