Bundesliga : Toni schlägt zu - Bayern besiegen Bayer

In der heimischen Allianz-Arena ist der FC Bayern im Duell mit Verfolger Leverkusen die deutlich bessere Mannschaft und hat am Ende mit 2:1 die Nase vorn. Für Bayer bedeutet das das Ende der Titelträume in der Bundesliga - aber man kann froh sein, nicht noch viel höher verloren zu haben.

Christian Kunz (dpa)
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Bayerns Torjäger Luca Toni. -Foto: dpa

Dank Torgarant Luca Toni hat der FC Bayern München einen großen Schritt Richtung 21. Meisterschaft gemacht und Bayer Leverkusen aus dem Titelrennen der Bundesliga verabschiedet. Der Italiener war beim 2:1 (1:0)-Erfolg in München mit seinen zwei Treffern (17. Minute/59.) einmal mehr der Matchwinner für den Rekordmeister. Mit nunmehr 16 Toren übernahm er auch die alleinige Führung in der Torschützenliste. Der 1:2-Anschlusstreffer von Dmitri Bulykin (83.) kam für die Gäste zu spät.

Die meisten der 69.000 Zuschauer jubelten nicht nur über drei Punkte, sondern auch über einen Dämpfer für den Verfolger Nummer eins. Nachdem der Tabellenzweite, der Hamburger SV, 1:1 beim VfL Wolfsburg spielte, bauten die Münchner den Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte vor dem HSV aus. Leverkusen, das letztmals vor zwei Jahrzehnten beim FC Bayern gewinnen konnte, liegt gar schon neun Zähler zurück.

Bayern in der Schlussphase nachlässig

Drei Tage nach dem Einzug in das DFB-Pokal-Finale boten die Münchner beim Triple-Kampf lange eine abgeklärte Leistung, in der Schlussphase wurden sie aber etwas nachlässig und mit dem 1:2 bestraft. In der ausverkauften Allianz Arena boten die beiden Uefa-Cup-Viertelfinalisten eine erfrischende Anfangsphase, in der ein Abseitstor von Toni (4.) zurecht nicht gegeben wurde. Jubeln durfte der Weltmeister, der nach seiner Pokal-Sperre erwartungsgemäß für Lukas Podolski in die Mannschaft zurückkehrte, dann in der 17. Minute. Franck Ribéry bediente Miroslav Klose mustergültig - und der WM-Torschützenkönig bereitete einmal mehr uneigennützig und zum fünften Mal ein Tor seines italienischen Angriffspartners vor.

Die Münchner gaben im Liga-Gipfel die Richtung vor, aber ganz ungefährlich war die Werkself nicht. In seinem 200. Bundesliga-Spiel hätte Lucio in der 15. Minute einen Schuss von Stefan Kießling fast zum 0:1 ins eigene Tor gelenkt. Beim ebenfalls abgefälschten Schuss von Bernd Schneider (29.) war Oliver Kahn dann im Fallen mit einer Fußabwehr zur Stelle.

Van Bommel demnächst wieder Zuschauer

"Ich gehe davon aus, dass wir direkt Druck machen werden, wir wollen so schnell wie möglich das 2:0", gab der gesperrte Christian Lell in der Pause die Marschroute vor - und nach 14 Minuten war es soweit. In seinem 50. Liga-Einsatz bediente Mark van Bommel den bis dato glücklosen Philipp Lahm und dessen Flanke fand den Kopf von Toni: 2:0. Nach Zuspiel von Ribéry vergab Toni freistehend vor Rene Adler gar das 3:0 (66.).

Trotz des Rückstands gaben die Gäste nicht auf und verdienten sich angeführt vom emsigen Simon Rolfes Fleißkärtchen: durch das 1:2 von Joker Bulykin wurden sie belohnt. Bei ihren Vorstößen verpassten die Münchner durch Martin Demichelis (72.) dagegen einen klareren Erfolg und Lukas Podolski (78./79.) das Ende seiner einjährigen Liga-Torflaute. Van Bommel (83.) sah im ersten Spiel nach seiner Sperre gelb - und ist in der nächsten Partie wieder nur Zuschauer.

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