Bundesliga-Transfers : 150 Millionen für neue Spieler

Die Transferfrist endete und es gab noch einige Last-Minute-Wechsel. Insgesamt hat die Bundesliga gespart.

Düsseldorf - Bis zum Ende der Wechselfrist haben die 18 Vereine der Fußball-Bundesliga 150,95 Millionen Euro in 138 neue Spieler investiert. Damit wurde die Rekordmarke des Vorjahres (194,38) deutlich verfehlt. Auch die Einnahmen sind gegenüber der Saison 2007/2008 (110,25 Millionen Euro) gesunken. Die Klubs gaben 149 Profis ab und erlösten nur 70,40 Millionen Euro.

Umfangreich eingekauft hat der Hamburger SV. Für Marcell Jansen (Bayern München/8 Millionen Euro), die Brasilianer Thiago Neves (Fluminense/7,5) und Alex Silva (Sao Paulo/6,2) sowie Mladen Petric (Borussia Dortmund/4,8) griffen die Hanseaten tief in die Tasche. Durch die 1,5 Millionen Euro für den Freiburger Dennis Aogo summieren sich die Ausgaben auf 28 Millionen Euro. Damit liegt der HSV gleichauf mit dem VfL Wolfsburg. „Wir sind froh, dass die Wechselfrist zu Ende ist. Es war eine sehr anstrengende Zeit“, sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann. Wie gut das durch die Verkäufe von Rafael van der Vaart (15 Millionen Euro) und Vincent Kompany (8) eingenommene Geld reinvestiert ist, wird sich zeigen. Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer ist sicher: „Wir haben unsere Substanz verbessert.“

Anfang der Woche war auch der VfL Wolfsburg noch einmal aktiv geworden. Neben dem 20-jährigen Brasilianer Caiuby Francisco da Silva (2,5) wurden auch noch Abwehrspieler Bernd Korzynietz von Arminia Bielefeld und der Schweizer U-21-Nationaltorwart Marwin Hitz vom FC St. Gallen geholt. Korzynietz wurde bis Saisonende ausgeliehen, Hitz erhielt einen Vertrag bis 2011. Zuvor hatte sich Trainer Felix Magath fast jeden Wunsch erfüllen können und Italiens Weltmeister Andrea Barzagli (14 Millionen) und Cristian Zaccardo (7) sowie Zvjezdan Misimovic (4) nach Wolfsburg gelockt. „Unser Ziel ist es, uns in der Bundesligaspitze zu etablieren und international zu spielen“, sagte Magath.

Auf Platz drei der Einkaufsrangliste steht der FC Schalke 04, der 15,5 Millionen Euro ausgab. Dahinter folgen Bayer Leverkusen (11,4), Aufsteiger 1899 Hoffenheim (10,7) und Borussia Dortmund (10,25). Der FC Bayern hielt sich dagegen zurück. Sie zahlen für den nachverpflichteten Massimo Oddo (AC Mailand) nur eine Leihgebühr. dpa

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