Bundesliga : Trauerspiel in Bielefeld: Frankfurt mit letztem Aufgebot zum 0:0

Null Tore, kaum Unterhaltungswert und wenig Strafraumszenen: Armimia Bielefeld und Eintracht Frankfurt gehen mit einem 0:0 auseinander, die Zuschauer quittierten das Trauerspiel mit einem Pfeifkonzert.

Heinz Büse[dpa]
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In der SchücoArena in Bielefeld: Der Frankfurter Ümit Korkmaz und der Bielefelder Oliver Kirch kämpfen um den Ball. -Foto: dpa

Bielefeld Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt treten nach dem trostlosen 0:0 im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf der Stelle."Ohne elf" feierten die Hessen mit dem letzten Aufgebot den verdienten Punktgewinn am Sonntag, Arminia verpasste dagegen erneut einen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Die 21.500 Zuschauer in der Schüco-Arena quittierten das unansehnliche Trauerspiel mit einem gellenden Pfeifkonzert. Das Warten auf den dritten Heimsieg geht weiter.

"Ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir haben kein gutes Bundesliga-Spiel gesehen, beide Teams mussten viele wichtige Spieler ersetzen", erklärte Frankfurts Coach Friedhelm Funkel, freute sich über den Punkt, prophezeite aber auch harte Zeiten: "Für uns bis zum Schluss schwierig."

Offensivkultur Fehlanzeige

Der 23. Spieltag hatte schon schlecht begonnen für die Arminia. Rekord-Torschütze Artur Wichniarek, bisher immerhin für zwölf Arminia-Tore verantwortlich, musste mit einer Wadenzerrung kurzfristig passen. Die Abstinenz des ebenfalls verletzten Innenverteidigers Andre Mijatovic (Oberschenkel) zwang die Gastgeber, in der Defensive zum 14. Mal in Folge mit einer verschiedenen Vierer-Kette auflaufen zu müssen. Frankfurts Coach Friedhelm Funkel fehlten sogar gleich elf Profis, darunter Stammkeeper Markus Pröll und die gelb-gesperrten Marco Russ und Martin Fenin. Dementsprechend vorsichtig begannen beide Teams dann auch.

Offensivkultur Fehlanzeige. Die Fans erlebten viel Kampf und Krampf. Erst nach 16 Minuten den ersten Aufreger. Bielefelds Daniel Halfar scheiterte mit einem Linksschuss an Pröll-Ersatz Oka Nikolov. Sieben Minuten später rutschte Eintrachts Kameruner Leonard Kweuke im Fünf-Meterraum nur um Zentimeter an einer Hereingabe von Michael Fink vorbei. Mehr Sehenswürdigkeiten gab es vor der Halbzeit nicht. Die ohnehin drucklose Offensive der ideenarmen Bielefelder kam ohne Wichniarek zum Erliegen.

"Das ist bestimmt kein großes Spiel, kaum Torchancen. Wir wussten schon vorher, das wird ein Geduldspiel", analysierte Wichniarek in der Pause, "keiner will Fehler machen und in Rückstand geraten." Der Sicherheitsfußball mit hoher Fehlpassquote wurde auch in den zweiten 45 Minuten nicht interessanter. Bezeichnenderweise leitete Arminias Abwehrspieler Markus Bollmann mit einem Kopfball die Bielefelder Schlussoffensive ein. Mehr als der Versuch von Thorben Marx (73.) sprang dabei allerdings nicht mehr heraus. Fast hätte Eintrachts Alexander Meier bei einem Konter (80.) sogar noch den Siegtreffer erzielt.

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