Bundesliga : Unsere Fragen an den 14. Spieltag

Borussia Dortmund trifft im Abstiegskampf auf die TSG Hoffenheim. Hoffenheim? Genau, da war doch mal was. Das gilt auch für Thomas Schaaf und Bremen. Der trainiert jetzt Frankfurt und muss am Sonntag gegen Werder ran.

von
Thomas Schaaf freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen Bremern.
Thomas Schaaf freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen Bremern.Foto: dpa

Ist denn gar nichts mehr heilig?

Als einer der letzten Gralshüter der klassischen Vereinskultur hat RB Leipzig seine Profiabteilung ausgegliedert. Das treibt Traditionalisten die Tränen in die Augen. RB war einer der letzten als e.V. organisierten Profivereine, Romantiker waren begeistert, dass der Klub und seine 14 stimmberechtigten Mitglieder hier noch eine Sprache sprachen, wenn auch mit österreichischem Einschlag. Selbst die TSG Hoffenheim, seit 1899 eine Institution im deutschen Fußball, wird geschichtsvergessen. 2013 hatte Borussia Dortmund Hoffenheim durch ein 1:2 am letzten Spieltag „den Klassenerhalt geschenkt“, wie Jürgen Klopp sagt. Nun braucht der BVB-Trainer Hilfe im Abstiegskampf. Doch sein Kollege Markus Gisdol kündigt an, am Freitag in Vollbesetzung anzureisen, Stürmer Sven Schipplock nennt es gar ein „ganz normales Auswärtsspiel“. Traurig.

Wer isst bald aus dem Strohhalm?

Maximilian Beister hat seine einjährige Verletzungspause genutzt. Gut, fit ist er noch nicht geworden, aber der Mittelfeldspieler vom Hamburger SV hatte auch einiges zu tun. Beister gründete eine Nachhilfeschule und einen Fußballverein in Lüneburg, da schafft sich einer noch einen Arbeitsplatz. Und nun ist er sogar unter die Erfinder gegangen: Der 24-Jährige meldete ein Patent an für den „Snaxcup“. Der sieht aus wie ein Pappteller, der auf einen Becher geklebt ist. Ein Strohhalm steckt in der Mitte, erlaubt das Trinken beim Essen. „Dadurch bleibt eine Hand frei“, sagt er. Am Sonntag gegen Mainz kommt der Snaxcup in einem Fan-Restaurant erstmals zum Einsatz. Vielleicht ist das mit der freien Hand doch keine gute Idee. Bei einer weiteren Heimniederlage könnten einige Ultras dafür sorgen, dass die HSV-Profis künftig nur noch durch die Schnabeltasse essen. Das gehört nicht zum Fußballgenuss.

Wer hat nah am Wasser gebaut?

Thomas Schaaf jedenfalls nicht. Vermutlich zum ersten Mal seit der F-Jugend tritt er gegen Werder Bremen an, als Trainer von Eintracht Frankfurt. Sein Kommentar zum ersten Spiel gegen den Klub, für den er 41 Jahre spielte und arbeitete: Es sei schon „besonders“. Aha. Clemens Fritz geht das Wiedersehen näher, der Werder-Kapitän sagt, dass er fürchtet, am Sonntag zur falschen Bank zu laufen. Tipp: Nicht zu dem Trainer gehen, der vor lauter Rührung ein Nickerchen hält.

Wiedersehen mit Freunden in der Bundesliga
Beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC sind in Lucien Favre und Jos Luhukay gleich zwei Trainer involviert, die einst den Gegner betreuten. Herthas Luhukay saß von 2007 bis 2008 auf der Borussen-Bank, Gladbachs Favre arbeitete von 2007 bis 2009 in der Hauptstadt.Alle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: dpa
05.12.2014 18:15Beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC sind in Lucien Favre und Jos Luhukay gleich zwei Trainer involviert,...

Wer bekommt den Laufpass?

Laut dem Fachblatt „Kicker“ legt Freiburgs Vladimir Darida pro Spiel im Schnitt 13,06 Kilometer zurück. Dem Tschechen auf den Fersen sind der Gladbacher Christoph Kramer mit 12,77 und Lukas Rupp mit 12,61 Kilometern pro Spiel. Von dem drittplatzierten Paderborner ist jedoch eine Leistungssteigerung zu erwarten, schon im direkten Duell mit Spitzenreiter Darida am Samstag. Denn laut einem anderen Fachblatt, der „Bild“, hat Playmate Noelle Mondoloni (23) ihren Freund verlassen. Ob Rupp nun künftig ihr hinterherläuft oder anderen Frauen – die Sohlen sollten glühen.

Wo wurde die Revolution abgesagt?

Die Fans des FC Augsburgs wollten schon mit brennenden Fackeln zum Stadion ziehen und die Marseillaise singen. Präsident Walther Seinsch ist nach 14 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Alles schien nun möglich, werden einige Augsburger gedacht haben, zum Beispiel dass unser Verein irgendwie interessant wird. Doch Seinsch’ Nachfolger weist sie in die Schranken. „Es wird keine Revolution geben“, sagt Klaus Hofmann. Die Augsburger pusten nun leise die Fackeln aus. Am Samstag spielt der FCA übrigens in Köln. Naja.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben