Bundesliga : Unsere Fragen an den 6. Spieltag

Fragen Sie sich auch schon, was der 6. Spieltag so alles bringt? Dann geht es Ihnen nicht anders als uns. Diesmal im Fokus: Manuel Neuer, Tasmania Berlin, Luiz Gustavo, Jens Stößer und natürlich Dauerbrenner Felix Magath.

Max Dinkelaker
Den greif ich mir. Manuel Neuer kehrt mit dem FC Bayern nach Schalke zurück.
Den greif ich mir. Manuel Neuer kehrt mit dem FC Bayern nach Schalke zurück.Foto: dpa

Wer wird definitiv ausgepfiffen?

Manuel Neuer. Weil er als Ur-Schalker zu den verhassten Bayern gewechselt ist. Dies stieß und stößt auch heute noch auf Unverständnis, da andere, wohl auch weniger talentierte Menschen – Zitat Campino – diesen Schritt ja „niemals“ gehen würden. Dass der Gelsenkirchener Anhang Neuer am Samstag kollektiv zum Teufel wünschen wird, hat aber auch rein sportliche Gründe. In den vier Partien, die Neuer mit den Münchnern gegen seinen Ex-Klub in der Liga bisher bestritten hat, hat Schalke noch kein Tor geschossen und keinen Punkt geholt. Womöglich sollte man sich also eine neue Strategie überlegen, zum Beispiel den verlorenen Sohn mit ungewohnter Zuneigung und Liebe die Augen wässrig säuseln. Taschentücher hat dieser eh parat, laut Sammer muss es bei den Bayern ja wieder emotionaler zugehen.

Wo wird gezittert?

In Neukölln, genau genommen im Klubheim von Tasmania Berlin. Immerhin muss man um einen Uralt-Rekord bangen. So schickt sich Eintracht Braunschweig an, das legendäre Berliner Team als schlechteste Bundesligamannschaft aller Zeiten abzulösen. Tasmania brachte es seinerzeit auf zwei Siege, vor dem sechsten Spieltag hatte man aber bereits einen auf dem Konto. Das ist einer mehr, als die Eintracht vorzuweisen hat. Mit Gladbach wartet heute zusätzlich ein richtiger Angstgegner, 0:10 endete das letzte Spiel in Gladbach aus Braunschweiger Sicht. Im Fernduell könnte die Eintracht also weiter Boden auf Tasmania gutmachen. Abgekaute Fingernägel und schlotternde Knie in Neukölln sind garantiert.

Wer fliegt auf keinen Fall vom Platz?

Luiz Gustavo. Dieser ist für das Spiel seiner Wolfsburger gegen Hoffenheim nämlich mal wieder gesperrt. Nach zwei Platzverweisen in seinen letzten zwei Spielen erwischt es ihn nach dem Gesetz der Regel erst nächste Woche wieder, aber zumindest gibt es laut seinem Trainer Dieter Hecking für die vielen Roten Karten eine einfache Erklärung: „Luiz hat eine sehr tiefe Stimme. Wenn er was Richtung Schiedsrichter sagt, wirkt es dramatisch.“ Na, wenn’s nur das ist, kann er ja munter weitergrätschen. Nur meckern sollte er in Zukunft mit Kopfstimme.

Wer sollte aufräumen?

Nürnbergs Hausmeister Jens Stößer. Denn wenn Nürnberg am Samstag gegen Dortmund spielt, ist es durchaus möglich, dass Gästetrainer Jürgen Klopp dem Hausmeister wie zuletzt in Neapel einen Besuch in seinem Büro abstattet. Also Schmuddelhefte verstecken, Aschenbecher leeren und ein Willkommensschild an die Tür. Man will ja einen guten Eindruck hinterlassen.

Was macht eigentlich Felix Magath?

Nach der Entlassung von Thorsten Fink pflegt Felix Magath seinen Kontakt zu HSV-Edelfan und Investor Klaus-Michael Kühne. Dieser sieht zwar ein, dass Magath zurzeit nicht als Trainer verfügbar ist. Trotzdem soll er nach Kühnes Meinung eine beratende Funktion erhalten, und zwar mit – Achtung – übergeordneten Kompetenzen. Die könnte er nutzen, um Sportdirektor Kreuzer und den kommenden Fink-Nachfolger zu stürzen. Dann wären immerhin zwei Plätze frei – vielleicht steht Magath dann ja auch wieder zur Verfügung.

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