Bundesliga : Verlässt Verteidiger Rafinha Schalke Richtung Bayern?

"Ich will Champions League spielen. Ich will noch mehr für meine Karriere“, sagt Rafinha über seine sportliche Zukunft. Wechselt der Verteidiger von Schalke zu den Bayern nach München?

Jörg Strohschein[Gelsenkirchen]
Rafinha
Rafinha -Foto: dpa

Die Champions League macht vielen Vereinen zu schaffen. Die Qualifikation für diesen Wettbewerb veranlasst die Klubs, große Investitionen zu tätigen. Erreichen sie dieses Ziel aber nicht, gerät ihr qualitativ hochwertiges Personal schnell in den Fokus der Konkurrenz. So ergeht es derzeit offenbar auch dem FC Schalke 04 mit seinem Verteidiger Rafinha. Für die Westfalen dürfte am Saisonende im günstigsten Fall die Qualifikation für den Uefa-Cup unter dem neuen Namen Europa League herausspringen. Und somit wird der Name des Brasilianers mit anderen international ambitionierten Klubs wie Bayern München in Verbindung gebracht. Einer gestern in verschiedenen Medien verkündeten Einigung des Rekordmeisters mit Rafinha widersprach Clemens Tönnies allerdings prompt und harsch. „Das ist alles Blödsinn“, sagte Schalkes Aufsichtsratschef. „Es gibt kein Angebot, Rafinha ist unverkäuflich.“

Die Schalker wollen für die kommende Saison eine neue Mannschaft mit jungen Spielern aufbauen. Und in dieser wäre der 23-Jährige, der in Gelsenkirchen noch einen Vertrag bis Sommer 2011 besitzt, ein sehr wertvoller Spieler (116 Ligaspiele). Allerdings steht der Ankündigung des Aufsichtsratschefs der Wille des Spielers gegenüber: „Ich muss nach der Saison sehen, wo der Weg für Schalke hinführt. Ich will Champions League spielen. Ich will noch mehr für meine Karriere“, sagt Rafinha über seine sportliche Zukunft. Zudem dürfte der Brasilianer nahezu der einzige Spieler im aktuellen Kader sein, für den der Klub aktuell einen zweistelligen Millionenbetrag erwirtschaften könnte. Schalke hatte im Jahr 2005 den damals 19-Jährigen für fünf Millionen Euro vom brasilianischen Erstligisten Coritiba FC verpflichtet. Mittlerweile gehört er der brasilianischen Nationalmannschaft an und muss sich aufgrund der starken Konkurrenz regelmäßig auf der europäischen Bühne präsentieren, um weiterhin im Fokus des Nationaltrainers Carlos Dunga zu bleiben. In Schalke ist das wohl in der nächsten Zeit kaum machbar.

Für ein Engagement beim FC Bayern spräche, dass der Klub die Position des rechten Verteidigers neu besetzen will – und Rafinha die qualitativen Ansprüche der Münchner wohl problemlos erfüllen könnte. Allerdings dürften die Bayern kaum über die Findungs- und Beratungsphase in dieser Frage hinausgekommen sein, zumal sie derzeit wohl erst einmal eine strategisch bedeutendere Debatte um die des Trainers führen müssen. Doch auch wenn sich die Bayern letztlich nicht für Rafinha entscheiden sollten: Die von Tönnies erhobene Kategorie „Unverkäuflich“ dürfte andere internationale Topklubs kaum abschrecken.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben