Bundesliga : Werder gewinnt im Nordderby gegen den HSV

Werder Bremen hat das Nordderby gegen den HSV gewonnen und bleibt im Schlagweite zu den Champions-League-Plätzen, während der Rivale aus Hamburg einen Dämpfer im Kampf um die internationalen Plätze erhielt.

Bremens Jungstürmer Tom Trybull feiert seinen Treffer zum 0:2.
Bremens Jungstürmer Tom Trybull feiert seinen Treffer zum 0:2.Foto: dapd

Im letzten Spiel vor der Amtsübernahme von Trainer Otto Rehhagel hat Hertha BSC den Weg aus der Krise nicht finden können. Gegen den deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund unterlagen die Berliner am Samstag im Olympiastadion unglücklich mit 0:1 (0:0) und stecken weiter mitten im Abstiegskampf. Dortmund behauptete durch den Erfolg am 22. Spieltag seine Tabellenführung.
Borussia Mönchengladbach siegte beim 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 (2:0). Vor dem Abendspiel zwischen Schlusslicht SC Freiburg und dem FC Bayern München (44 Punkte) sind die Gladbacher mit 46 Punkten hinter Dortmund (49) Tabellenzweiter.

Werder Bremen zeigte sich im Derby beim Hamburger SV als clevererer Nordclub und siegte mit 3:1 (2:0). Bayer Leverkusen hielt durch einen 4:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Augsburg als Sechster die Lücke auf Bremen bei zwei Punkten. Im Tabellenkeller schaffte der 1. FC Nürnberg durch ein 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln den erhofften Befreiungsschlag. Mit 25 Punkten sind die Franken nun Zwölfter, Köln (24) rutschte auf Platz 14, einen Rang vor Hertha BSC (20) und zwei Plätze vor Kaiserlautern (18) auf Relegationsplatz 16. Kurz vor dem Anpfiff bestätigte Herthas Manager Michael Preetz im TV die sensationelle Verpflichtung Rehhagels. Noch ohne den direkten Einfluss des Trainer-Seniors, der in der kommenden Woche die Leitung übernimmt, zeigten die Berliner gegen den deutschen Meister eine ansprechende Leistung und waren Dortmund lange ebenbürtig. Und es wäre sogar mehr drin gewesen, wenn Patrick Ebert (50.) seine Großchance genutzt hätte. Kevin Großkreutz machte mit einem Tor per Rückzieher in der 66. Minute alle Berliner Hoffnungen zunichte. Dortmunds Lukasz Piszcek musste mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Gladbacher Fußball-Wirbel ging unvermindert weiter. Patrick Herrmann (9.) und Juan Arango (14.), der sehenswert per Außenrist traf, stellten die Weichen auf dem Betzenberg früh auf Sieg. Lautern kam in der zweiten Halbzeit durch ein Traumtor von Leon Jessen noch zum Anschluss - mehr gelang den Roten Teufeln nicht. Getrübt wurde die Freude der Westdeutschen durch eine Verletzung von Herrmann, der mit schmerzender rechter Schulter vom Platz getragen und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Marko Marin (9.) brachte mit seinem ersten Saisontor Bremen in Hamburg früh in Führung. Dem HSV fiel auf den Rückstand zunächst keine rechte Antwort ein. Das Bundesliga-Premierentor des 18-jährigen Tom Trybull (45.) sorgte noch vor der Pause für scheinbar klare Verhältnisse. Im zweiten Abschnitt wehrten sich die Hamburger mehr, vergaben aber einige Chancen. Mladen Petric (76.) verkürzte noch per abgefälschtem Freistoß. Die schmerzliche Niederlage gegen den großen Rivalen war aber nicht mehr zu verhindern, zumal Marko Arnautovic (86.) für Bremen noch erhöhte.

Vier Tage nach dem Duell gegen den großen FC Barcelona hatte Bremens Verfolger Bayer Leverkusen gegen Augsburg zwischenzeitlich Probleme. Die Führung von Stefan Kießling (24.) glich Ja-Cheol Koo (50.) kurz nach der Pause aus. Gonzalo Castro (60.), erneut Kießling (64.) und André Schürrle (70.) retteten Bayer aber noch den fest eingeplanten Dreier. Ein toller Treffer von Alexander Esswein (27.) per fulminantem Schuss vom Strafraumgrenze schien Nürnberg nicht zum Sieg gegen Köln zu reichen. Milivoje Novakovic (66.) sorgte für den Ausgleich, doch Tomas Pekhart (85.) verdarb den Kölnern mit seinem Siegtor kurz vor Schluss gründlich die Karnevalslaune. (dpa)

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