Bundesliga : Werder hat gut lachen: Köln vorerst gestoppt

Arbeitssieg mit wenig Glanz: Der SV Werder Bremen hat zumindest einen kleinen Schritt aus seiner Krise gemacht. Für die Kölner ist nach der Niederlage an der Weser der Höhenflug erst einmal beendet.

Michael Rossmann[dpa]
Hugo Almeida und Diego
Hugo Almeida (l.) und Diego feiern das Traumtor des Angreifers. -Foto: dpa

BremenDie Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf feierte am Sonntagabend zum Abschluss des 13. Spieltags in der Fußball-Bundesliga einen 3:1 (2:0)-Sieg über den zuvor zweimal nacheinander siegreichen Aufsteiger 1. FC Köln. Spielmacher Diego per Foulelfmeter (15. Minute), Naldo mit einem Kopfballtreffer (45+1.) und Hugo Almeida mit einem Sonntagsschuss (55.) sorgten für den zweiten Bremer Sieg in den vergangenen sieben Meisterschaftsspielen.

Zwischenzeitlich hatte Kölns Milivoje Novakovic (48.) den Anschlusstreffer vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielt. In der Tabelle überholte Bremen die Kölner (10. Platz/19 Punkte) und verbesserte sich auf Rang sieben (20).

Womé stößt Baumann um

Beide Mannschaften boten von Beginn an keine fußballerische Feinkost. Den Hausherren war die magere Bilanz der vergangenen Wochen anzumerken, die Kölner besannen sich erstmal aufs Absichern des eigenen Tores. Einmal klappte das aber nicht. Nach einer knappen Viertelstunde tauchte Bremens Kapitän Frank Baumann vor Köln-Keeper Faryd Mondragon auf. Den berechtigten Strafstoß aber verursachte der Ex-Bremer Pierre Womé, als er Baumann von hinten schubste.

Diego, der auch aus dem Spiel heraus klar die Akzente setzte, verwandelte sicher zu seinem sechsten Saisontor. Doch den nötigen Halt gab die Führung den Bremern zunächst nicht. Das Bemühen nach der Kritik von Schaaf, der seinen Schützlingen Passivität vorgeworfen hatte, war deutlich, allein die Souveränität fehlte. Geschuldet sicherlich auch den erneuten verletzungsbedingten Umstellungen.

Wiese rettet gegen Novakovic

Sebastian Prödl, in der Halbzeit gegen Dusko Tosic wieder ausgewechselt, und Petri Pasanen rückten als Außenverteidiger in die Startformation, für den gesperrten Mesut Özil kam Aaron Hunt, von dem sich Schaaf Vorstöße in die Spitze versprach. Allerdings blieben die erstmal aus. Stattdessen kamen die lange Zeit destruktiv zu Werke gehenden Kölner von Trainer Christoph Daum vor der Pause auf. In der 39. Minute fand FC-Solostürmer Novakovic aber im starken Tim Wiese noch seinen Meister, der auf sein Debüt am Mittwoch beim Test-Länderspiel gegen England hoffen darf.

Naldo köpft das 2:0

Nicht eingreifen musste Wiese bei Womés Schuss in der 40. Minute, der seinen Kasten verfehlte. In der kurzen Drangphase der Kölner markierten die Bremer dann nach einem Eckball durch Naldo ihren zweiten Treffer. Kölns Miso Brecko gab bei einem Rettungsversuch keine glückliche Figur ab.

So wie Bremens Nationalspieler Per Mertesacker beim Kölner Anschlusstreffer kurz nach dem Seitenwechsel. Der 1,98-Mann, der in vielen Szenen indisponiert wirkte, ließ sich von Novakovic düpieren, Wiese hatte keine Abwehrmöglichkeit. Köln bekam Appetit auf mehr, doch seinen Torhunger stillte Almeida mit einem spektakulären Dropkick-Schuss, der nach Angaben des Pay-TV-Senders Premiere 123 Stundenkilometer erreichte. Sekunden danach verpasste Sturmpartner Claudio Pizzaro Bremens vierten Treffer gegen die mit nur 14 Gegentoren insgesamt in die Partie gestarteten Kölner.

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