• Bundesligen bleiben bei zentraler Vermarktung - doch die Gelder sollen verstärkt nach Leistungsprinzip verteilt werden

Sport : Bundesligen bleiben bei zentraler Vermarktung - doch die Gelder sollen verstärkt nach Leistungsprinzip verteilt werden

Die Vollversammlung der Vereine der Erste und Zweiten Bundesliga hat am Donnerstag in Neu-Isenburg beschlossen, dass die jahrelang umstrittene zentrale Vermarktung der Fernsehrechte mit einem neuen Verteilerschlüssel fortgesetzt wird. Die Widerstände der großen Vereine FC Bayen München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, die lange eine eigene Vermarktung der TV-Rechte verlangt hatten, wurden abgebaut. Mit 35 Ja-Stimmen und einer Enthaltung nahmen die Klub-Präsidenten das vom Ligaausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entwickelte neue "Ausgleichsmodell" an, das die neue Verteilung der Fernseheinnahmen von der kommenden Saison an regeln wird.

Danach erhalten die Erstliga-Vereine 74 Prozent der TV-Honorare und die Zweitliga-Clubs 26 Prozent. Allerdings wird zukünftig bei der Verteilung der Gelder verstärkt das Leistungsprinzip berücksichtigt. Danach können die besten Erstligisten etwa doppelt so viel kassieren wie die Klubs im unteren Teil der Tabelle. In dieser Saison kassiert der DFB für die TV-Rechte 320 Millionen Mark. Jeder Erstligist erhält derzeit elf Millionen, jeder Zweitligist fünf Millionen Mark. Die Vereine, die in der Champions League oder im Uefa-Pokal auftreten, wurden davon befreit, Anteile ihrer Fernseheinnahmen auf die gesamte Liga zu verteilen.

Gerhard Mayer-Vorfelder, der Vorsitzende des Ligaausschusses, erklärte, nun würden zügig die Verhandlungen mit den Fernsehsendern über die Vergabe der TV-Rechte von der kommenden Saison an aufgenommen. Die Fußball-Funktionäre gehen davon aus, dass sie mit dem neuen TV-Vertrag erheblich höhere Einnahmen erwarten.

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