Bundesligisten im Test (12) : 1. FC Kaiserslautern: Am besten ohne Zittern

Dem 1. FC Kaiserslautern ist der komplette Sturm abhanden gekommen. Daher geht es in der kommenden Saison nur um den Klassenerhalt.

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Mit Starpotenzial. Der Israeli Itay Shechter stürmt künftig für Kaiserslautern. Foto: p-a
Mit Starpotenzial. Der Israeli Itay Shechter stürmt künftig für Kaiserslautern. Foto: p-aFoto: picture alliance / Eibner-Presse

Am 5. August startet die Fußball-Bundesliga in ihre neue Saison. In unserer Serie testen wir Stärken, Schwächen und Marotten der Vereine. Heute: 1. FC Kaiserslautern

Was hat sich verbessert?

Die Stadionmiete. Im kommenden Jahr muss der 1. FC Kaiserslautern wieder den vollen Betrag von 3,2 Millionen Euro bezahlen. Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil aussieht, ist eine positive Nachricht: Die Finanzen sind wieder in Ordnung, der Klub muss keine Stundungen mehr in Anspruch nehmen.

Wer sind die Stars?

Gute Frage. Srdjan Lakic, der Star der vergangenen Saison, ist weg, aber wer sich daran erinnert, wie ihn die Fans nach seiner Wechselentscheidung behandelt haben, der will gar nicht zum Star werden in Kaiserslautern. Der Israeli Itay Shechter von Hapoel Tel Aviv hat zumindest das Potenzial dazu, Christian Tiffert als neuer Kapitän auch.

Wer hat das Sagen im Verein?

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz, und das ist auch richtig so, er steht für die Gesundung des Klubs.

Wie steht es um die Finanzen?

Besser. Lauterns Personaletat beträgt 15 Millionen Euro, rund 1,5 Millionen mehr als zuletzt. Nun muss Lautern nicht mehr nur ausleihen, sondern kann kaufen: Zum Beispiel für 3,5 Millionen Euro die Israelis Itay Shechter und Gil Vermouth.

Was erwarten die Fans?

Das, was man auf dem Betzenberg immer erwartet: Kampf bis zur letzten Minute.

Was ist in dieser Saison möglich?

Niemand erwartet nach den Abgängen von Erwin Hoffer, Jan Moravek und Lakic Platz sieben wie zuletzt. Deshalb ist der Meister von 1998 noch weit davon entfernt, in der Bundesliga etabliert zu sein. Stattdessen geht es nur um den Klassenerhalt. Am besten ohne zittern zu müssen.

Und sonst?

Produziert Lautern seltsame Schlagzeilen: Erst zieht sich Adam Nemec einen Schlüsselbein- und Wirbelbruch zu – weil er vom Kirschbaum fällt. Dann rammt Tobias Sippel alkoholisiert ein Fahrzeug, begeht Unfallflucht und wird von der Polizei mit seinen Mitspielern Ivo Ilicevic und Thanos Petsos aus dem Eros-Center „Why not“ geholt. Der Klub fragte „why“ und verhängte Geldstrafen für alle drei.

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