Sport : Busch ist nicht für Olympia nominiert

Berlin - Bundestrainer Uwe Krupp gab gestern das Aufgebot für das olympische Eishockeyturnier 2010 bekannt. Florian Busch war nicht dabei, obwohl er die für einen Einsatz im Nationalteam vorgeschriebene Athletenvereinbarung mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) einen Tag zuvor eingereicht hatte. Dass es für eine Berufung dennoch nicht reichte, begründet der DEB mit dem fehlenden „Okay von allen Seiten“. Busch benötigt noch eine Ausnahmegenehmigung vonseiten des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada und des Bundesinnenministeriums, weil er nicht wie gefordert mindestens sechs Monate lang im Nada-Testpool der Kaderathleten war. Der Stürmer spielte zuletzt vor anderthalb Jahren im Nationalteam.

Der DEB geht inzwischen vorsichtig mit dem Thema um und hat seine seine Anti-Doping-Statuten nach dem Fall Florian Busch reformiert. Wegen einer im März 2008 verweigerten Dopingprobe war Busch vom Internationalen Sportsgerichtshof für zwei Jahre gesperrt geworden, das Schweizer Bundesgericht hob die Sperre jedoch wieder auf. Buschs Klub reagierte auf die Nichtberücksichtigung gelassen. „Wir wollen keinen Rosenkrieg mit der Nada“, sagte Eisbären-Manager Peter John Lee. „Wir befinden uns auf einem guten Weg. Und bis zum 15. Februar können noch Änderungen am Kader vorgenommen werden.“ Gut möglich also, dass Florian Busch am Ende doch bei Olympia spielen wird. ks

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