BVB - Gladbach 4:1 : Tanzen, Dortmund, tanzen!

Nach dem Schlusspfiff legten Borussia Dortmunds Spieler mal wieder eine Sonderschicht ein. Auch gegen Borussia Mönchengladbach gelang dem Tabellenführer ein Sieg: 4:1.

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Unaufhaltsam: Die Dortmunder setzen ihre Siegesserie gnadenlos fort. Foto: dpa
Unaufhaltsam: Die Dortmunder setzen ihre Siegesserie gnadenlos fort.Foto: dpa

Nach dem Schlusspfiff legten Dortmunds Spieler mal wieder eine Sonderschicht ein. Seit Wochen ist es ihre Lieblingsübung, sich vor den eigenen Fans in Position zu bringen und ein wildes Tänzchen zu wagen. Das machen sie natürlich nur nach Siegen, doch da sie derzeit nichts anderes tun als siegen, kommen sie auch aus dem Tanzen nicht mehr heraus. Im Duell des Tabellenführers gegen das Schlusslicht aus Mönchengladbach gewann die Borussia aus dem Ruhrgebiet standesgemäß mit 4:1 (1:1), musste dabei jedoch einen Rückstand verdauen, ehe in der zweiten Halbzeit der klare Erfolg zustande kam. Der BVB baute seine unglaubliche Erfolgsbilanz auf 37 Punkte aus. „Das ist einfach irre“, sagte Innenverteidiger Mats Hummels.

Was die Dortmunder derzeit erleben, beschreibt Hummels als „sensationell schönes Gefühl“. Sein Trainer war nicht ganz so euphorisch gestimmt. Jürgen Klopp empfand nach dem Pflichtsieg „erst einmal mehr Erleichterung als unbändige Freude“. Seine Mannschaft hatte von Beginn an das Heft in die Hand genommen, tat sich jedoch schwer, die sich massiv vor dem eigenen Strafraum versammelten Gladbacher in Verlegenheit zu bringen. Es war keine große Kunst, aber immerhin erdrückende Dominanz, aus der drei große Möglichkeiten durch Barrios, Hummels und Kagawa hervorgingen, Gladbachs Torhüter Heimeroth machte sie allesamt mit hervorragenden Reflexen zunichte. Bei knapp 80 Prozent Ballbesitz für die Gastgeber war es nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde.

Und das erste Tor fiel. Für Gladbach! Marco Russ schnappte sich den Ball und verwandelte aus 20 Metern mit einem fulminanten Rechtsschuss. Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Trainer Michael Frontzeck hätte die glückliche Führung „gern mit in die Pause genommen“, doch dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Kurz vor Ende der ersten Hälfte egalisierte Neven Subotic nach einer Ecke von Mario Götze per Kopf.

Der Ausgleich beflügelte den BVB, der in der zweiten Halbzeit seine ganze fußballerische Klasse präsentierte. Den Treffern von Kagawa, Großkreutz und Barrios gingen traumhafte Zuspiele von Götze, Barrios und da Silva voraus. Die Dortmunder werden im Herbst des Jahres von der unerschütterlichen Gewissheit getragen, jederzeit in der Lage zu sein, ein Spiel zu entscheiden. „Wir sind zwar kalt erwischt worden“, sagte Torwart Roman Weidenfeller, „aber wir haben die Ruhe bewahrt und es in der zweiten Halbzeit besser gemacht.“

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