Sport : Cas lehnt Pechsteins Eilantrag ab Eisschnellläuferin kann nicht in Hamar starten

Berlin - Nächster Rückschlag für Claudia Pechstein: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin darf auch nicht beim Weltcup am Wochenende in Hamar starten und muss wohl beim Richterspruch des Internationalen Sportgerichtshofes Cas mit der Bestätigung ihrer Sperre rechnen. Der Cas lehnte am Freitag auch den erneuten Eilantrag von Pechstein ab, mit dem die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Berlinerin ihren Start am Samstag in Hamar erzwingen wollte. Damit wollte Pechstein die Chancen auf ihre sechste Olympia-Teilnahme wahren. Der Cas hatte am Vortag mitgeteilt, das Urteil in der Causa Pechstein erst am 25. November zu veröffentlichen.

Pechsteins Anwalt Christian Krähe hatte die Dringlichkeit des Antrags mit „irreparablen Schäden“ für die Olympia-Qualifikation Pechsteins begründet. Schließlich sei das 5000-Meter-Rennen von Hamar der einzige für die Olympia-Qualifikation relevante Wettkampf über Pechsteins Spezialdistanz. Die Cas-Richter sahen dies nicht so. In ihrer Begründung teilten die Juristen mit, dass „in Anbetracht aller verfügbarer Information die Erfordernisse für die Zustimmung zum Eilantrag“ nicht gegeben seien. Sie folgten damit der Argumentation des Weltverbandes ISU, wonach die Athleten die Startplätze nicht für sich selbst, sondern für ihren Verband herauslaufen. Damit sei es Sache des deutschen Verbandes, Pechstein im Falle des Freispruchs für einen Olympia-Platz zu nominieren. „Mit dieser Argumentation hat die ISU für jeden offen dargelegt, dass Fairplay nicht zu ihren Grundsätzen zählt“, erklärte Pechstein frustriert. „Da muss man sich ja schämen, jemals für diesen Verband gelaufen zu sein.“ dpa

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