Causa Erfurt : Freispruch für Radsportler

Die UV-Bestrahlung des Blutes war vor dem 1. Januar 2011 keine verbotene Methode, wenn sie nicht zur Erhöhung des Sauerstofftransfers führte.

Diese Grundsatz-Entscheidung hat jetzt der Internationale Sportgerichtshof CAS in der „Causa Erfurt“ gefällt. „Wir haben jetzt weit mehr als eine Einzelfall-Entscheidung. Es gibt jetzt eine klare Sicht auf die Dinge“, erläuterte Lars Mortsiefer, der Vorstand der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Der CAS hat im Verfahren zwischen der NADA und einem nicht namentlich genannten Radsportler im Rahmen der „Causa Erfurt“ den Athleten freigesprochen. Dabei hielten die Sportrichter fest, dass es sich bei einer UV-Behandlung von Blut mit anschließender Reinjektion in diesem Fall nicht um eine verbotene Methode gemäß der zum damaligen Zeitpunkt geltenden WADA-Verbotsliste handelte. Der CAS betonte zudem, dass der Athlet weder fahrlässig noch vorsätzlich gehandelt habe. Der Name des Radsportlers wurde nie veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2011 ist diese Behandlungsmethode verboten.

Die NADA hatte den Fall des vom Deutschen Sportschiedsgerichts (DIS) im November freigesprochenen Radsportlers vor den CAS gebracht, um die Sach- und Rechtslage dieser Behandlung für den Zeitraum vor 2011 grundsätzlich klären zu lassen. (dpa)

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