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CEV-Cup : BR Volleys verlieren 1:3 in Finnland

Die BR Volleys unterliegen bei VaLePa Sastamala überraschend deutlich mit 1:3. Das Halbfinale des CEV-Cups zu erreichen, wird nun unerwartet schwer.

Trainer Roberto Serniotti war mit seiner Mannschaft nicht zufrieden.
Trainer Roberto Serniotti war mit seiner Mannschaft nicht zufrieden.Foto: imago

Die BR Volleys müssen um das Weiterkommen im CEV-Cup bangen. Die Berliner verloren am Mittwochabend das Hinspiel in der Runde der letzten acht Mannschaften mit 1:3 (31:29, 20:25, 26:28, 21:25) beim finnischen Erstligisten VaLePa Sastamala. Nach der überraschenden Niederlage müssen die Volleys das Rückspiel am 3. März in Berlin nun deutlich gewinnen.

Während der gesamten Partie vergab die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti zahlreiche Chancen, um die Begegnung für sich zu entscheiden. Die Finnen hielten vor allem mit großem Einsatz dagegen. Sie hechteten sich in jeden noch so schwer erreichbaren Ball – und holten viele zurück. Zudem zeigte Sastamalas Jesus Chourio eine überragende Leistung im Angriff. Der Venezolaner kam auf 30 Punkte. So veranstalteten die 1485 Zuschauer in der kleinen Halle, an der sich an einer Seite des Feldes eine Kletterwand befindet, einen ohrenbetäubenden Lärm.

„Leider haben wir heute eine große Möglichkeit vertan“, sagte Sportdirektor Roko Sikiric. „Sastamala hat um jeden Ball gekämpft und wollte den Sieg letztendlich etwas mehr als wir.“ Bei den Volleys begann Ruben Schott für den zuletzt wegen einer Halswirbelblockade angeschlagenen Robert Kromm. Der Kapitän wurde am Ende des ersten Satzes eingewechselt. Doch Schott vertrat ihn besonders zu Beginn ausgezeichnet. Nach einer Aufschlagsserie des Außenangreifers führten die Berliner mit 11:6. Doch weil sie zunächst fünf Satzbälle nicht nutzen konnten, gewannen die Volleys den ersten Durchgang erst mit 31:29.

Danach unterliefen Serniottis Team zu viele Fehler in der Annahme, zudem mangelte es an Durchschlagskraft im Angriff. Sastamalas Mannschaft wurde immer selbstbewusster und Diagonalangreifer Chourio sowie Zuspieler Mikko Esko liefen zu großer Form auf. So gewannen die Finnen den zweiten Satz mit 25:20.

Im dritten Durchgang agierten die Berliner konzentrierter, auch Diagonalangreifer Paul Carroll war nun konstanter. Die Volleys führten lange und hatten auch einen Satzball, doch in der Schlussphase holten sich die Finnen den Satz noch mit 28:26. Auch im darauffolgenden Durchgang kontrollierten die Berliner lange das Geschehen, führten kurz vor Schluss sogar 20:17. Allerdings gelang ihnen danach nur noch ein Punkt und Sastamala gewann den Satz mit 25:21. „Wir hatten vor allem Probleme, ihren Diagonalangreifer in den Griff zu bekommen. Die Erfahrung von Mikko Esko und Olli Kunnari zahlte sich in den entscheidenden Momenten aus“, sagte Sikiric.

Um das Halbfinale noch erreichen zu können, müssen sich die Volleys deutlich steigern. „Die Finnen haben eine gute Mannschaft, aber wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir besser“, betonte Sikiric optimistisch. „Wir müssen mehr Emotion und Leidenschaft an den Tag legen, dann werden wir im Rückspiel die Wende schaffen.“ (Tsp)

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