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CEV-Cup : BR Volleys ziehen ins Halbfinale ein

Die BR Volleys sind am Donnerstag ins Halbfinale des CEV-Cups eingezogen. Der Pokalsieger kam nach der überraschenden Hinspielniederlage zu einem 3:0-Erfolg gegen VaLePa Sastamala.

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Halbfinaaaale! Die Spieler der Volleys freuen sich über den Erfolg.
Halbfinaaaale! Die Spieler der Volleys freuen sich über den Erfolg.Foto: Imago

Robert Kromm hatte soeben die BR Volleys mit vielen fulminanten Schmetterschlägen gegen den finnischen Vertreter VaLePa Sastamala im CEV-Cup zum Sieg geführt und erzählte gerade, dass er in wichtigen Phasen schon vorangehen müsse. Da machte sich einer der weit hergereisten finnischen Fans, die Kromm am Ende in Verzweiflung gestürzt hatte, auf den Weg in Richtung Kromm. Sturzbesoffen stand er vor ihm. Er schaute dem Kapitän der BR Volleys tief in die Augen, man ahnte schon Schlimmes, dann aber umarmte er Kromm und sagte zu ihm: "You are great, you are best player."

Die BR Volleys und allen voran ihr nervenstarker Kapitän Robert Kromm haben also selbst die gegenerischen Fans überzeugt. Die Berliner stehen nach einem 3:0 (25:22, 32:30, 25:19, Golden Set: 15:11) gegen VaLePa Sastamala im Halbfinale des CEV-Cups und treffen dort auf den belgischen Klub Knack Roeselare. "Diese Mannschaft verdient allerhöchsten Respekt", sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand.

Die Volleys hatten das Hinspiel zwei Wochen zuvor noch etwas überraschend 1:3 verloren. Deswegen musste am Donnerstagabend mindestens ein 3:1-Erfolg in der Max-Schmeling-Halle her, um einen Entscheidungssatz zu erreichen. In Finnland hatten sich die Berliner etwas verwundert die Augen gerieben ob des überragenden Blockspiels von VaLePa Sastamala.

Paul Carroll verletzte sich am Sprunggelenk und musste raus

Im ersten Satz am Donnerstagabend war das zunächst nicht viel anders. Wenn die Volleys ihre großen Angreifer Robert Kromm oder Paul Carroll vor 4129 Zuschauern einsetzten, stand nicht selten der finnische Mittelblock im Weg. Die Berliner lagen schon 16:19 zurück, ehe sie dann doch noch Lücken im finnischen Dickicht fanden. Kromm und Paul Lotman drehten den Satz, der mit 25:22 an die Berliner ging.

Im zweiten Durchgang hatten sich die Berliner auf den Block der Finnen eingestellt und führten bereits mit 24:19. Aber dann geschah Merkwürdiges. In der Phase, in der die Volleys Sicherheit hätten haben müssen, patzten sie bei der Annahme, bei den Zuspielen und bei den Schmetterschlägen, also bei allem, worauf es im Volleyball ankommt. Die Finnen kamen heran, es fand ein skurriles Volleyballspiel statt. Aufreibend lange konnte keines der beiden Teams einen Satzball nutzen, ehe beim Stand von 30:30 Volleys-Mittelblocker Nicolas Le Goff offenbar genug hatte und zweimal glänzend antizipierte.

Im dritten Satz waren nur wenige Bälle gespielt, da lag plötzlich der eifrigste Punktesammler der Berliner, Paul Carroll, zu den Füßen von Niroomand. Der Diagonalangreifer hatte sich am Sprunggelenk verletzt und musste behandelt werden. Für den Australier kam Arpad Baroti ins Spiel, der Neuzugang, der bisher noch nicht groß aufgefallen war bei den Volleys.

Dem Ungar war auch durchaus die Verunsicherung anzumerken. Die Personalie hatte aber auch etwas Gutes für die Volleys: Sie mussten von ihren gewohnten Spielzügen abrücken und andere ins Spiel einbinden, wie zum Beispiel Felix Fischer. Und so gewannen die Volleys auch den dritten Durchgang.

Schließlich ging es in den sogenannen "Golden Set", den Entscheidungssatz. Das Gemeine an der Begegnung war ja, das den Finnen dieser eine Mini-Satz zum Weiterkommen genügt hätte. Doch die Volleys ließen das nicht zu. Vor allem Kromm trumpfte am Ende groß auf und bekam dann das Lob mit Mundgeruch.

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