Sport : Chalifman bleibt in Führung - Zweite Finalpartie endet remis

Martin Breutigam

In der Weltrangliste haben die Finalisten der Schachweltmeisterschaft in Las Vegas noch ein paar Dutzend Großmeister vor sich - Anfang nächster Woche wird jedoch entweder der Russe Alexander Chalifman, 45. in der FIDE-Liste, oder der Armenier Wladimir Akopjan, die Nummer 36, offizieller Weltmeister sein. Nach zwei von insgesamt sechs Partien führt Chalifman, der in der Bundesliga für den deutschen Meister Köln-Porz am Brett sitzt, mit 1,5:0,5 Punkten.

Im Gegensatz zur Auftaktpartie verlief das zweite Spiel ereignisarm. In einer ihm wohlbekannten Variante der nimzoindischen Verteidigung wartete der 27-jährige Akopjan schon im siebten Zug mit einer subtilen Neuerung auf, die sich rasch bewähren sollte. Denn obwohl der Armenier, mit den schwarzen Steinen spielend, während der ersten zehn Züge allein drei Mal mit der Dame hin und her tänzelte, konnte Chalifman, 33, seinen daraus resultierenden Vorsprung in der Figurenentwicklung in keinen nennenswerten Vorteil ummünzen. Nachdem Akopjan eine feste sogenannte Igel-Stellung eingenommen hatte, stellte sein Gegenüber mit dem 18. Zug eine (leicht zu parierende) Mattdrohung auf und bot gleichzeitig remis an.

Notation. A. Chalifman - W. Akopjan (FIDE-WM, Las Vegas 1999) 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 c5 5.dxc5 Dc7 6.Sf3 Lxc5 7.g3 Db6 8.e3 Le7 9.Lg2 a6 10.0-0 Dc7 11.b3 d6 12.Lb2 Sbd7 13.Sg5 Tb8 14.Tac1 0-0 15.Tfd1 b6 16.Sce4 Sxe4 17.Sxe4 Lb7 18.Dc3 remis.

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