Champions Hockey League : 1:6 gegen Frölunda - Eisbären vor dem Aus in der CHL

Die Eisbären Berlin sind schon nach dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Frölunda Göteborg in der Champions Hockey League so gut wie ausgeschieden.

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Immer wieder zu Beginn. Frölunda jubelt, die Eisbären lassen die Köpfe hängen.
Immer wieder zu Beginn. Frölunda jubelt, die Eisbären lassen die Köpfe hängen.Foto: dpa

Die Eisbären Berlin sind als letzter Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch in der Champions League unterwegs, das aber wohl nur noch eine Woche lang. Denn dass die Berliner am Dienstag nächster Woche das Achtelfinale überstehen, erscheint nach dem Hinspiel gegen die Frölunda Indians aus Göteborg sehr unwahrscheinlich. Am Dienstag verloren die Berliner das Hinspiel in der Arena am Ostbahnhof gegen die humorlos stark spielenden Schweden 1:6 (1:3, 0:1, 0:2).

Dass die Schweden, Meister im eigenen Land und Titelverteidiger in der Champions Hockey League, das bessere Team stellen würden, war an sich keine Überraschung. Mehr als Göteborg geht im europäischen Klubeishockey außerhalb der von Russland regierten KHL nicht. In Schweden ist Eishockey eben Volkssport, da kann die Liga verkraften, dass rund 200 ihrer eigenen besten Profis im Ausland spielen. Es gibt immer Nachschub, in Berlin stand mit Rasmus Dahlin ein 16 Jahre alter Verteidiger auf dem Eis, der wohl noch eine ganz große Karriere vor sich hat. Und in der ersten Sturmreihe waren mit Casey Wellman und Joel Lundqvist zwei gestandene ehemalige NHL-Profis dabei, ihr dritter Partner, Simon Hjalmarsson, hatte es „nur“ bis in die KHL geschafft.  

Trotzdem hätten sich die Eisbären besser verkaufen können. Die Grizzlies Wolfsburg etwa spielten in der Gruppenphase besser mit gegen Göteborg (2:3 und 2:1). An sich flackerten die Eisbären nur einmal kurz auf, als nämlich Sven Ziegler nach einem Konter im ersten Drittel das Tor zum 1:2 erzielte. Ansonsten kombinierten nur die Schweden, die Berliner hatten Probleme mit dem Tempo und agierten zudem viel zu körperlos. Die Stimmung in der viel zu leeren Halle (nur 4552 Zuschauer) trug auch nicht zu einem Eishockeyfest bei. Torschütze Ziegler sagte vor dem letzten Drittel: „Wir haben Chancen, müssen nur mehr daraus machen.“

Doch das war dann nicht so einfach, die Eisbären fuhren im letzten Abschnitt mit der Wut der Verzweiflung dann noch ein paar Angriffe, es brachte ihnen nichts. Im Gegenteil, die Göteborger nutzten die Räume und erzielten weitere Tore. Am Ende war es eine peinliche Vorstellung der Berliner, die ja schon seit Wochen ihren eigenen Ansprüchen hinterherlaufen – nun auch international.

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