Champions League : Arsenal zwingt wackere Hamburger in die Knie

Arsenal London hat am 5. Spieltag der Champions-League-Gruppe G den Hamburger SV mit 3:1 bezwungen. Der Hamburger SV zeigte in London ein gutes Spiel und begann die Partie mit einem Paukenschlag.

London - Vor 60.000 Zuschauern im Emirates Stadium hatte Rafael van der Vaart (4.) die Hanseaten in Führung geschossen. Robin van Persie (52.), Emmanuel Eboue (83.) und Julio Baptista (88.) drehten die Partie zu Gunsten der Briten. Während die Hamburger im fünften Spiel der europäischen "Königsklasse" ihre fünfte Niederlage kassierten, reicht Arsenal im letzten Gruppenspiel in Porto nun ein Remis zum Vorstoß ins Achtelfinale.

Arsenals Trainer Arsene Wenger hatte sein Team im Vergleich zum 1:1 gegen Newcastle United am vergangenen Wochenende auf drei Positionen verändert. Für den am Oberschenkel verletzten William Gallas rückte Philippe Senderos in die Innenverteidigung. Im offensiven Mittelfeld erhielt Fredrik Ljungberg den Vorzug vor Baptista. Emmanuel Adebayor musste im Angriff Kapitän Thierry Henry weichen.

Ein Paukenschlag eröffnete die Partie

Beim HSV hatte Thomas Doll sein Spielsystem auf ein 4-2-3-1 umgestellt. Collin Benjamin ersetzte den verletzten Rene Klingbeil (Bänderriss) als Rechtsverteidiger. Van der Vaart agierte mit Raphael Wicky vor der Abwehr. Mehdi Mahdavikia, Piotr Trochowski und Mario Fillinger bildeten das offensive Mittelfeldtrio hinter der einzigen Spitze Boubacar Sanogo. Die Hamburger eröffneten die Partie mit einem Paukenschlag. Van der Vaart ließ Mathieu Flamini mit einer Körpertäuschung aussteigen und traf mit einem Rechtsschuss aus 19 Metern unhaltbar für Arsenal-Schlussmann Jens Lehmann zum 1:0 in die linke obere Torecke (4.).

Die Platzherren verdauten den Rückschlag zügig und drückten den HSV in die eigene Hälfte. Ein Lattentreffer von Aliaksandr Hleb (13.) stellte gegen gut organisierte Hanseaten jedoch lange die einzige gefährliche Szene der Londoner dar. Die Hamburger kamen immer wieder zu Entlastungsangriffen, spielten diese aber kaum zuende. Ein abgefälschter 17-Meter-Schuss Mahdavikias (33.) links neben das Tor bildete die Ausnahme. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Arsenal dem Ausgleich nahe. Zunächst bekam HSV-Torhüter Stefan Wächter einen Eckball nicht zu fassen, so dass Mahdavikia für ihn auf der Linie retten musste (36.). Gleich anschließend verfehlte van Persie das Hamburger Gestänge mit einem Freistoß aus 25 Metern nur um Haaresbreite (38.).

Platzherren erhöhten den Druck

Nach der Pause erhöhten die Platzherren den Druck. Henry setzte einen Freistoß aus 19 Metern noch ans Außennetz (48.). Doch wenig später markierte van Persie das 1:1. Von Cesc Fabregas bestens frei gespielt traf der Niederländer mit einem Flachschuss aus 13 Metern (52.). Der HSV tat sich nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des starken Mahdavikia mit Entlastungsangriffen schwer. Außer zwei harmlosen Abschlüssen von Fillinger (56./58.) kam in dieser Phase nichts auf Lehmanns Tor. Nach einer Direktabnahme Henrys, die Wächter entschärfte (75.), hatten die Hamburger noch Glück, als Fabregas aus 28 Metern den Querbalken traf (76.).

Doch kurz darauf versetzte Eboue auf dem rechten Flügel Fillinger und drosch den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor. Wächter lenkte die Kugel unglücklich zum 2:1 ins eigene Netz (83.). Der eingewechselte Baptista stellte nach Flanke von Theo Walcott per Kopf den 3:1-Endstand her (88.). (tso/ddp)

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