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Champions League : Atlético Madrid besiegt Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen

Bayer Leverkusen ist erneut im Achtelfinale der Champions League gescheitert. Der Bundesliga-Vierte unterlag am Dienstagabend im Rückspiel beim Vorjahresfinalisten Atlético Madrid mit 2:3 im Elfmeterschießen.

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Wildes Durcheinander. Die Spieler von Atletico Madrid feiern den Viertelfinaleinzug gegen Bayer Leverkusen. Foto: AFP
Wildes Durcheinander. Die Spieler von Atletico Madrid feiern den Viertelfinaleinzug gegen Bayer Leverkusen.Foto: AFP

Der Ball flog und flog und flog und war längst noch nicht gelandet, da begannen die Spieler von Atlético Madrid schon vor Freude übereinander herzufallen. Weil Stefan Kießling den letzten Elfmeter weit über das Tor schoss, zogen die Spanier gegen Bayer Leverkusen durch einen 3:2-Sieg nach Elfmeterschießen ins Viertelfinale der Champions League ein. Leverkusens Spieler zeigten vom Punkt Nerven. Neben Kießling scheiterten auch Hakan Calhanoglu und Ömer Toprak mit ihren Versuchen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:0 für Atlético gestanden.

„Wir wollten unbedingt ins Viertelfinale, aber so ist Fußball auch mit der Enttäuschung. Wir hatten einfach zu viel Respekt“, sagte Simon Rolfes. „Das ist natürlich sehr bitter, im Elfmeterschießen zu verlieren“, meinte Sportchef Rudi Völler.

Die Spanier hatten für ihre Gäste gleich eine Überraschung parat: Kapitän Gabi, sonst gesetzt, begann die Partie auf der Ersatzbank. Im Gegensatz zum defensiven Mittelfeldspieler Koke, der den Madrilenen bei der Hinspiel-Niederlage noch gefehlt hatte. Ohne taktische Kniffe kamen dagegen die Leverkusener aus: Die im Vergleich zum jüngsten 4:0 gegen den VfB Stuttgart einzigen Wechsel – in der Innenverteidigung spielte Emir Spahic für Kyriakos Papadopoulos, im defensiven Mittelfeld ersetzte Lars Bender den Kollegen Simon Rolfes – waren absehbar.

Mit der ersten gefährlichen Szene ging Atlético gleich in Führung

In der Anfangsphase erlebten die 49 000 Zuschauer in erster Linie ein hektisches Hin und Her. Beide Teams bekämpften sich auf Äußerste, ansprechende Kombinationen gab es nicht zu sehen. Dazu fegte der Wind die Konfettihaufen der Atlético-Fans dem Leverkusener Tor entgegen. Der Rückenwind vor der Pause half dem Team des Argentiniers Diego Simeone aber zunächst wenig: Bayer zeigte die etwas gediegenere Spielanlage, vor dem Tor der Madrilenen fehlte ihnen aber die letzte Konsequenz.

Nach zehn Minuten gab Karim Bellarabi immerhin den ersten Schuss ab. Und weitere zehn Minuten später verhinderte – nach einem schönen Pass von Kapitän Lars Bender – nur eine schwache Ballannahme von Heung-Min Son eine erste große Chance. Atléticos Torhüter Miguel Angel Moya konnte den Ball locker annehmen, verletzte sich bei dieser simplen Aktion aber so unglücklich, dass er seinen Platz für Jan Oblak räumen musste.

Ein Schreck für die Gastgeber, einen Schock erlebten dafür die Leverkusener in der 27. Minute: In ihrer ersten gefährlichen Szene ging die Simeone-Elf gleich in Führung. Im Anschluss an einen Freistoß köpfte Bayers Angreifer Josip Drmic das Spielgerät ungeschickt an die eigene Strafraumgrenze, auf Zuspiel von Cani trat daraufhin Mario Suárez in Aktion – und traf mit einem von Ömer Toprak unhaltbar abgelenkten Schuss zum 1:0.

Eben mit diesem Ergebnis hatte Leverkusen das erste Spiel gewonnen, in die zweite Hälfte ging es somit pari. Mit den vehement vorgetragenen Angriffen der Spanier bekamen die Gäste aus Deutschland aber schon rasch nach Wiederanpfiff arge Probleme. In der Offensive des Bundesligisten hingen Son und Drmic völlig in der Luft, 13 Minuten vor Schluss begann ihr Trainer dann, den Gang in die Verlängerung zu sichern: Für Son kam der defensivere Simon Rolfes. Kurz vor Schluss verhinderte der für Drmic eingewechselte Stefan Kießling das 2:0 durch Antoine Griezmann.

Es ging in die Verlängerung. Dort hatte Leverkusen Glück, dass der eingewechselte Kapitän Simon Rolfes nach einer klaren Tätlichkeit nicht die Rote Karte sah. Rolfes trug in der Folge erheblich dazu bei, dass sich Leverkusen stabilisieren konnte. Atlético fiel in der Offensive nicht mehr wirklich viel ein, das Elfmeterschießen war die logische Konsequenz.

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