Champions League : Bayern - Mailand, Bremen - Turin

Deutschland gegen Italien im Achtelfinale der Champions League: Der deutsche Meister FC Bayern München trifft auf den AC Mailand, der SV Werder Bremen spielt gegen Juventus Turin. Beide Klubs haben zunächst Heimrecht.

Nyon/Hamburg - Das Achtelfinale der Champions League wird zum deutsch-italienischen Kräftemessen. Während Rekordmeister Bayern München auf ein Ende seiner Negativserie im Europacup gegen den AC Mailand hofft, freut sich der SV Werder Bremen auf das erste Duell mit Juventus Turin. «Das ist ein wunderbares Los», sagte Bayern- Trainer Felix Magath am Freitag nach der Auslosung am UEFA-Sitz in Nyon. Manager Klaus Allofs sieht seine Bremer in den Spielen gegen Italiens Rekord-Champion als «klare Außenseiter». Beide deutsche Mannschaften müssen am 21. und 22. Februar 2006 zunächst zu Hause antreten und zu den Rückspielen am 7./8. März nach Italien reisen.

Durchweg attraktive Gegner erhielt das Bundesliga-Quartett für die Runde der letzten 32 im UEFA-Pokal zugelost. Champions-League- Absteiger FC Schalke 04 trifft zuerst zu Hause auf Espanyol Barcelona, der VfB Stuttgart erwartet den FC Middlesbrough, Hertha BSC spielt vor heimischem Publikum gegen Rapid Bukarest. Der Hamburger SV beginnt auswärts beim FC Thun. Die Hinspiele finden am 15./16. Februar statt, die Rückspiele am 23. Februar. Im Achtelfinale kommt es bei einem Weiterkommen beider Clubs zum deutschen Duell zwischen der Hertha und dem HSV.

Mit dem AC Mailand haben die Bayern im Europacup bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht, dennoch überwog beim deutschen Meister die Freude. «Das ist ein tolles Los. Jetzt wissen wir, wofür wir uns in der Vorbereitung quälen werden», sagte Kapitän Oliver Kahn. Die Münchner scheiterten bisher zwei Mal im Europacup-Halbfinale an Milan und kassierten zuletzt bei ihrem Vorrunden-K.o. in der Saison 2002/2003 zwei 1:2-Niederlagen gegen die Italiener. «Wenn wir zum Finale nach Paris wollen, müssen wir jede große Mannschaft schlagen - Milan ist die erste», gab sich Abwehrspieler Willy Sagnol dennoch kämpferisch. In der Vorrunde musste der Vorjahres-Finalist und Champions-League-Sieger von 1994 und 2003 lange zittern, ehe nach einem 3:2 gegen Schalke der Einzug ins Achtelfinale perfekt war.

«Wir sind sehr zufrieden, auch wenn es ein ganz dicker Brocken ist. Juventus stellt schon etwas besonderes dar», sagte Trainer Thomas Schaaf über den italienischen Rekordmeister, der in der Vorrunde unter anderen den FC Bayern hinter sich gelassen hat. «Wir müssen schon einen Top-Tag erwischen, um gegen Juventus zu bestehen.» Für Klaus Allofs war Juve «nicht das erhoffte Wunschlos». Der Geschäftsführer hatte sich für das Achtelfinale lieber Arsenal oder Liverpool gewünscht. Werder und Juve sind bisher noch nie in europäischen Wettbewerben aufeinander getroffen.

Schalke-Manager Rudi Assauer atmete nach der UEFA-Cup-Auslosung tief durch: «Glücklicherweise keine Reise im Februar in die große Kälte - und nach Barcelona wollten wir auch immer mal.» Vom Tabellenstand des derzeit nur auf Rang 17 der Primera Division rangierenden Espanyol-Teams wollen sich die «Königsblauen» nicht blenden lassen. «Spanische Mannschaften stehen für attraktiven, technisch hoch stehenden Fußball», urteilte Teammanager Andreas Müller. Wie unangenehm Rapid Bukarest als Gegner ist, bekam erst in dieser Woche der VfB Stuttgart zu spüren. Dennoch rechnet Hertha BSC fest mit dem Vorstoß ins Achtelfinale.

Mit dem FC Middlesbrough erwartet den VfB Stuttgart keine einfache Aufgabe. Dennoch ist Trainer Giovanni Trapattoni zuversichtlich, «dass wir die nächste Runde erreichen werden». Wertvolle Tipps erhofft sich der «Maestro» von Thomas Hitzlsperger. «Auf diese Spiele freue ich mich, da ich die Mannschaft noch ganz gut kenne», sagte der frühere England-Profi. Mit dem FC Thun erhielt der Hamburger SV den Wunschgegner seines Vorstandschefs Bernd Hoffmann, der sich auf eine schöne Reise ins Berner Oberland freut. Respekt vor den Schweizern hat Trainer Thomas Doll: «Das ist eine richtige Herausforderung. Thun hat für Aufsehen in der Champions League gesorgt.» (tso/dpa)

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