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Champions League : Bayern München startet mit 5:0-Sieg gegen Rostow

Der FC Bayern ist erfolgreich in die neue Champions-League-Saison gestartet. Gegen den russischen Vertreter aus Rostow gab es zum Auftakt einen locker erspielten 5:0 (2:0)-Sieg.

Münchens Thomas Müller steuerte das Tor zum 2:0 bei.
Münchens Thomas Müller steuerte das Tor zum 2:0 bei.Foto: Reuters

Joshua Kimmich hat in der vergangenen Saison eine rasante Entwicklung erlebt. Er hat als defensiver Mittelfeldspieler beim FC Bayern angefangen, wurde zum Innenverteidiger umfunktioniert, hat als Rechtsverteidiger bei der Europameisterschaft für die deutsche Nationalmannschaft gespielt – und jetzt entdeckt der junge Mann offenbar seine Lust am Toreschießen. Nachdem er zuletzt für die Nationalelf getroffen und am vergangenen Freitag beim 2:0 gegen Schalke 04 seinen ersten Bundesligatreffer erzielt hatte, steuerte er zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase gleich zwei Tore bei. Am Ende feierte Kimmich mit dem FC Bayern einen 5:0 (2:0)- Sieg gegen den FK Rostow aus Russland.

„Wir haben ein souveränes Spiel gesehen und auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Torhüter Manuel Neuer. Vor 70 000 Zuschauern mussten die Bayern gegen die ultradefensiven Gäste an einem lauen Spätsommerabend ihr Potenzial nur sporadisch aufblitzen lassen. Die erste Herausforderung kommt auf das Team von Trainer Carlo Ancelotti in zwei Wochen zu, wenn es in Spanien beim letztmaligen Halbfinal-Bezwinger Atletico Madrid antreten muss. Die Bayern waren den mäßig talentierten Russen hoch überlegen, hatten enorme Ballbesitzanteile – in der Chancen-Statistik wurden die Unterschiede aber erst nach der Pause deutlich. Lange leisteten sich die Münchner unnötige Fehler und Unkonzentriertheiten, das Kombinationsspiel wollte nur schwer in Schwung kommen. „Am Anfang war es schwer“, konstatierte Ancelotti, „aber danach haben wir sehr gut gespielt.“

Ideen waren vor allem vor der Pause Mangelware

Zumindest zwei der vier in die Startelf rotierten Profis konnten auf sich aufmerksam machen: Douglas Costa als Torvorbereiter, Kimmich gar als Torschütze. Es spielte keine Rolle, dass den Bayern gegen Rostow die letzte Entschlossenheit, die letzte Körperspannung fehlte. Ideen, wie man das russische Bollwerk mit acht defensiv eingestellten Profis spielerisch überwinden könnte, waren vor allem in der ersten Halbzeit absolute Mangelware. Stattdessen behalfen sich die Münchner immer wieder mit hohen Flanken in den Strafraum der Gäste, die die Russen allerdings kaum einmal vor Probleme stellten.

So musste in diesem Spiel der großen Gegensätze ein grober Fehler des Außenseiters herhalten, um den Bayern zur Führung zu verhelfen. Rostows Kapitän Alexander Gatskan riss seinen Gegenspieler Robert Lewandowski wie ein Ringer im Strafraum um – den fälligen Elfmeter verwandelte der Pole zur 1:0-Führung für die Bayern. Es war im fünften Pflichtspiel der jungen Saison bereits Lewandowskis achter Treffer.

Abgesehen von einer Kopfballchance durch Mats Hummels, der bei der Aktion von Miha Mevlja im Gesicht erwischt wurde und behandelt werden musste, blieb das zunächst die einzige gelungene Aktion. In der Nachspielzeit allerdings legten die Bayern noch mal nach. Über den freigespielten David Alaba gelangte der Ball in die Mitte, wo Thomas Müller an seinem 27. Geburtstag reaktionsschnell stand und zum 2:0 vollendete. Die Zeit danach gehörte vor allem Kimmich, der mit viel Offensiveifer erst mit links nach einer Flanke Costas traf und dann per Kopf nach einer Hereingabe von Juan Bernat. Kurz vor Schluss konnte auch Torhüter Neuer sein Können zeigen, als er den Kopfball von Alexander Erochin glänzend parierte, ehe Juan Bernat zum 5:0-Entstand traf. (Tsp/dpa)

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