Sport : Champions League: Bayern so gut wie durch

Dank einer südamerikanischen Tor-Gala hat der FC Bayern München das Ticket für die Zwischenrunde der Champions League praktisch gelöst. Claudio Pizarro und Giovane Elber trafen je zweimal, den Schlusspunkt setzte der nach seiner Knieverletzung erstmals wieder eingewechselte Alexander Zickler. So gewann der Titelverteidiger mit 5:1 (3:0) gegen den schwachen Russischen Meister Spartak Moskau. Vor 25 000 Zuschauern im Olympiastadion erzielte der Ex-Bremer Wladimir Bestschastnich den Anschlusstreffer für die Russen, die als Letzter der Gruppe H keine Chance mehr auf ein Weiterkommen haben. Dagegen können die Bayern bereits mit einem Punktgewinn im Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam am Dienstag ihr erstes Etappenziel erreichen. Rotterdam verlor sein Heimspiel gegen Prag.

In seinem 50. Champions-League-Spiel auf der Bank des FC Bayern verbrachte Trainer Ottmar Hitzfeld einen entspannten Abend. Die Münchner beherrschten ihren Gegner und verzeichneten dank ihres südamerikanischen Sturmduos vor der Pause eine fast optimale Chancenverwertung. Gelegentliche Unaufmerksamkeiten in der Hintermannschaft der Hausherren blieben ohne Folgen, weil den Moskauern in der Offensive die Durchschlagskraft fehlte. Spartaks immer wieder durch die Mitte vorgetragenes Kurzpassspiel erwies sich als nicht effektiv. Drei Tage vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern konnte der Rekordmeister für das Duell mit dem Tabellenführer Kräfte sparen. Das 100. Champions-League-Tor der Bayern, das Pizarro nach Flanke des etatmäßigen Torjägers Elber erzielte, ebnete den Münchnern den Weg zu einem locker herausgespielten Erfolg, der nie in Gefahr geriet. Gegen den schwachen russischen Abonnementsmeister nutzten vor allem Elber und Pizarro ihre Freiheiten zu sehenswerten Kombinationen und Toren. Mit seinem Kopfballtreffer zum 2:0 auf Flanke von Willy Sagnol unterstrich der Peruaner einmal mehr seine zurückgewonnene Torgefährlichkeit.

Auch am dritten Bayern-Tor war Pizarro mit einem Pass auf Hasan Salihamidzic maßgeblich beteiligt. Die flache Hereingabe des Bosniers vollstreckte der von der Spartak-Abwehr unbehelligte Elber zu seinem fünften Treffer im vierten Spiel der europäischen Meisterklasse. Sieben Minuten nach Wiederbeginn machte Elber, wiederum von Salihamidzic perfekt bedient, das halbe Dutzend voll. In der vergangenen Saison hatte der Brasilianer für sechs Champions-League-Tore 17 Begegnungen benötigt. Nach 66 Minuten durfte er seine Arbeit beenden und machte Roque Santa Cruz Platz.

Der einziger Spartak-Angreifer, der diese Bezeichnung verdiente, war Bestschastnich. Der lauffreudige Ex-Bremer nutzte schließlich einen Fehler von Sammy Kuffour, der ein Kopfballduell verlor, zum Ehrentor.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben