Sport : Champions League: Bayern und Bayer: Respekt groß - aber Zuversicht größer

Mit einer Woche Verspätung starten die beiden Fußball-Bundesligisten Bayern München und Bayer 04 Leverkusen am Dienstag in die Champions-League-Vorrunde. Der Respekt vor dem Gegner ist bei beiden Klubs groß. Aber noch größer ist die Zuversicht, mit einem Erfolg in die Gruppenspiele zu starten. Die Bayern erwarten im Olympia-Stadion den Tschechischen Meister Sparta Prag (20.45 Uhr/live Premiere World). Bayerns Ciriaco Sforza sagte: "Wir spielen zu Hause, wir sind Titelverteidiger und wir wollen gewinnen." Die Leverkusener sind unterdessen beim französischen Vize-Meister Olympique Lyon zu Gast (20.45 Uhr/ live Premiere World). Bayer-Coach Klaus Toppmöller verkündete: "Wir treten selbstbewusst an."

Nachdem die Uefa am vergangenen Mittwoch und am Donnerstag zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in den USA alle Europapokalspiele abgesagt hatte, beginnt das Abenteuer in der europäischen Königsklasse für den Deutschen Meister aus München und das Team aus Leverkusen mit einer Woche Verspätung. Eine weitere Spielabsage hält Bayern-Manager Uli Honeß aber nur unter extremen Umständen für vorstellbar. "Wenn es eine unmittelbare Gefährdung für unsere Zuschauer gäbe, oder wenn es kriegerische Handlungen über Nacht gäbe, würden wir kurzfristig reagieren", sagte der Manager.

Sforza, der wegen der Ausfälle der Langzeitverletzten Stefan Effenberg und Mehmet Scholl zum Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld werden soll, sprach unterdessen von einem amerikanischen Vorbild. "Das beste haben wir von den Amerikaner selbst gehört - dass wir das anpacken müssen", meinte der Schweizer Nationalspieler. "Oder sollen wir jetzt aufhören Fußball zu spielen? Das bringt auch nichts."

Trotz der Ausfälle, auch Jens Jeremies (Reha) und Thomas Linke (Schulterverletzung) fehlen, meinte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wir wollen nicht jammern." Sforza fügte hinzu: "Wir müssen das Vertrauen an alle Leute geben, die gesund sind." Der Tschechische Rekordmeister kommt mit der Empfehlung von fünf Siegen in sieben Ligaspielen ins Olympia-Stadion.

Ohne Personalprobleme tritt hingegen Bayer Leverkusen bei Olympique Lyon an. "In den Spielen, die ich gesehen habe, war Lyon die beste Mannschaft, besser als Barcelona", lobte Toppmöller den Gegner. Doch unter der Ägide des 50-Jährigen blieb Bayer in neun Pflichtspielen ohne Niederlage. Doch auch die Franzosen bestanden ihre Generalprobe mit Bravour. Gegen den Meister FC Nantes setzte sich das Team von Olympique-Coach Jacques Santini mit 4:1 durch. Toppmöller will sein gegen den FC St. Pauli mit 3:1 siegreiches Team nur auf einer Position verändern. Für den Brasilianer Ze Roberto soll der Argentinier Diego Placente die linke Seite kontrollieren.

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