Sport : Champions-League: Bei Bayern fehlt nun auch noch Sforza

Mit Personalsorgen gehen der FC Bayern München und der FC Schalke 04 in die schweren Fußball-Champions-League-Spiele in dieser Woche. Neben den schon länger verletzten Leistungsträgern Stefan Effenberg, Mehmet Scholl und Jens Jeremies muss Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld im ersten Spiel nach dem Gewinn des Champions-League-Titels am Mittwoch (20 Uhr 45) bei Feyenoord Rotterdam vermutlich auch auf Ciriaco Sforza verzichten. Der Schweizer bekam im Bundesligaspiel bei Borussia Dortmund (2:0) einen Tritt gegen die Achillessehne und wird nach Erkenntnissen vom Sonntag beim niederländischen Tabellenführer wohl nicht mitwirken können. "Es wird ganz eng für Rotterdam", sagte Ottmar Hitzfeld am Sonntag.

Noch schwerer ist die Verletzung, die sich Sven Kmetsch von Vizemeister FC Schalke 04 beim 2:0 in St. Pauli zuzog. Der Defensivspieler trennte sich bei einem Sturz in die Werbebande Muskelstränge am rechten Daumen durch und fällt am Dienstag gegen Panathinaikos Athen ebenso aus wie Torjäger Ebbe Sand. Trainer Huub Stevens hat aber mit Emile Mpenza, der nach seiner Muskelverletzung wieder zurückkehren dürfte, und mit dem wieder genesenen Olaf Thon gleichwertigen Ersatz. Zudem sind die beiden zuletzt in der Liga gesperrten Tomasz Waldoch und Gerald Asamoah spielberechtigt.

Während Bayern und Schalke ihr Selbstvertrauen mit Siegen stärken konnten, kam der Leistungseinbruch von Borussia Dortmund zum falschen Zeitpunkt. "Das Schöne ist aber, dass es am Dienstag schon wieder weiter geht", sagte Dortmunds Abwehrspieler Jürgen Kohler vor dem Abflug zur Partie beim ukrainischen Meister Dynamo Kiew, der am Wochenende in der Meisterschaft spielfrei hatte. Aus der Stammelf muss Trainer Matthias Sammer nur den Langzeitverletzten Jörg Heinrich ersetzen. Der übrige Kader bekommt die Chance, sich für die schwache Partie gegen die Bayern zu rehabilitieren.

Nur Bayer Leverkusen ist, vor dem Spiel am Mittwoch gegen Fenerbahce Istanbul, ohne Verletzte. Zwar landete die Mannschaft von Klaus Toppmöller beim 1:0 in Mönchengladbach keinen glanzvollen Sieg, aber wenigstens ist das gesamte Personal fit. Kleine Sorgen bereitet nur Michael Ballack. Nach seinem Zehenbruch spielte der Nationalspieler zwar erstmals ohne Spritze, wurde zur Halbzeit jedoch vorsorglich ausgewechselt. "Wir müssen uns gegen Istanbul erheblich steigern", sagte Leverkusens Torwart Hans-Jörg Butt.

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