Sport : Champions League: Belastungstest gerät in den Mittelpunkt

Mit einem bedeutungslosen 1:1 bei Rosenborg Trondheim schloss der deutsche Rekordmeister Bayern München die Gruppenspiele in der Champions League ab und zog dennoch als Erster in die Zwischenrunde ein. Im Mittelpunkt stand vor 14 500 Zuschauer die Rückkehr von Stefan Effenberg, der drei Monate nach einer Achillessehnen-Operation und sechs Monate nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz einen Belastungstest absolvierte.

Nachdem die Norweger durch Frode Johnsen (27.) in Front gegangen war, gelang dem eingewechselten Jens Jeremies in der 88. Minute der Ausgleich. Auch eine Niederlage hätte den FC Bayern nicht am Gruppensieg gehindert, weil Kontrahent Paris St. Germain bei Helsingborg IF nicht zum Sieg kam. Damit kann der FC Bayern am Freitag nur einen weiteren Gruppensieger zugelost bekommen. Trondheim sicherte sich mit dem Sieg den Verbleib im Uefa-Cup.

Hitzfeld gönnte dem Gros seine Stammkräften zunächst eine schöpferische Pause. Stattdessen präsentierte sich die Bayern-Elf gegenüber dem furiosen 6:2-Sturmlauf über Borussia Dortmund gleich auf sechs Positionen verändert. Der Bundesliga-Zweite war zwar über weite Strecken die spielerisch tonangebende Mannschaft. In der Offensive fehlten jedoch Ideen und Durchschlagskraft. Rückkehrer Effenberg war noch nicht in der Lage, die Zügel in die Hand zu nehmen. Der 32 Jahre alte Spielmacher präsentierte sich zwar bemüht, forderte immer wieder die Bälle. Doch merkte man dem Blondschopf in vielen Szenen auch an, dass ihm an Wettkampfpraxis und das Selbstvertrauen fehlt. In der 62. Minute erklärte Hitzfeld den Belastungstest für beendet.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben