Champions League : Cacaus Grüße nach Katalonien

Der VfB Stuttgart scheint gerüstet für das Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona.

Köln - Nach dem ersten Spiel mit vier Toren in seiner Profikarriere ist Torjäger Cacau auch vor dem FC Barcelona nicht bange. „Das ist Champions League, da wollen wir auch für eine Überraschung sorgen“, sagte der Stürmer des VfB Stuttgart nach dem 5:1 (3:1)-Erfolg beim 1. FC Köln. Mit seinen vier Treffern hat der 28 Jahre alte Nationalspieler drei Tage vor dem Duell mit dem katalanischen Topklub die Rheinländer fast im Alleingang besiegt. „Das war sensationell“, sagte der Stuttgarter Manager Horst Heldt. Auch die Mitspieler waren beeindruckt vom Comeback des Angreifers. „Cacau war überragend. Alles hat geklappt, er war immer da, wo der Ball ist“, sagte Mittelfeldspieler Alexander Hleb lobend.

Cacau, der zuvor drei Wochen verletzungsbedingt gefehlt hatte, war überglücklich nach seinem Auftritt. „Ich habe mich so auf das Spiel gefreut. Ich war richtig heiß und wollte der Mannschaft helfen“, sagte der VfB-Profi, der rechtzeitig vor dem Countdown zur Weltmeisterschaft wieder auf sich aufmerksam macht. Die WM hat Cacau, der bislang durch Verletzungen und Formschwäche wenig gute Auftritte in dieser Saison hatte, keineswegs abgeschrieben. „Ich muss meine Leistung bringen. Das war heute ein erster Schritt“, sagte Cacau, der bislang vier Auftritte in der DFB-Auswahl hatte. Auch die Vertragsverlängerung beim VfB lässt wohl nicht mehr lange auf sich warten. „Wir sind in Gesprächen und beide Seiten haben Interesse, den Vertrag zu verlängern“, sagte Heldt.

Trainer Christian Gross hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Zum einen hat seine Mannschaft die geforderte Reaktion gezeigt nach der ersten Niederlage unter seiner Regie am Wochenende zuvor gegen den HSV. Zum anderen ist Cacau rechtzeitig in Form gekommen. „Er hat sich in die Herzen gespielt und die Spielfreude personifiziert“, sagte der Stuttgarter Trainer, der auf einen positiven Schub für das Spiel gegen Barcelona hofft. Der Tabellenführer der Primera Division gewann am Samstag auch ohne Mittelfeldstar Xavi souverän 4:0 gegen Racing Santander. „Wir freuen uns, gegen eine der besten Mannschaften der Welt zu spielen. Da steht viel Prestige auf dem Spiel. Ich hoffe, dass die Leute mit einem guten Gefühl nach Hause gehen“, sagte Gross.

In acht Bundesligaspielen unter dem neuen Trainer schaffte der VfB immerhin sechs Siege. Neben dem Vierfach-Torschützen – den fünften Treffer für den VfB erzielte Pawel Pogrebnjak, für Köln traf Christopher Schorch – überragte Torhüter Jens Lehmann beim VfB. Der Keeper reagierte in einigen Szenen gegen Milivoje Novakovic und Lukas Podolski reaktionsschnell. „Er hat bravourös gehalten“, sagte Horst Heldt. dpa

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