Sport : Champions League: Desolate Vorstellung

Das Debüt in der Champions League wurde für den FC Schalke 04 zum Debakel: Der deutsche Vizemeister kassierte mit dem 0:2 (0:0) gegen Panathinaikos Athen eine blamable Heimpleite, die ihn im Kampf um die Zwischenrunden-Qualifikation bereits vorentscheidend ins Hintertreffen bringt. Die erste Niederlage in der mit 52 333 Zuschauern erneut ausverkauften Arena "AufSchalke" war für die Schalker nach einer desolaten Vorstellung völlig verdient. Während der Bundesligist kein einziges Mal aufs Athener Tor schoss, kam Panathinaikos durch Tore von Goran Vlaovic und Angelos Bassinas zum Erfolg.

Die Schalker Verantwortlichen um Manager Rudi Assauer, die wegen der Terroranschläge in den USA für eine Spielverlegung plädiert hatten, sagten nach der Ablehnung durch die Uefa das komplette Vorprogramm ab. Vor der Schweigeminute zu Spielbeginn verlas lediglich der Stadionsprecher betont ruhig die Mannschaftsaufstellungen.

Trainer Huub Stevens musste zwar weiter auf den verletzten Torjäger Ebbe Sand verzichten, konnte aber immerhin den von einem Muskelfaserriss genesenen Emile Mpenza als Sturmpartner von Viktor Agali aufbieten. Überraschend wählte der Coach für die Besetzung der rechten Seite nicht zwischen Nationalspieler Gerald Asamoah und dem Belgier Sven Vermant aus, sondern schenkte dem Niederländer Niels Oude Kamphuis das Vertrauen. Ebenfalls unerwartet durfte der zuletzt selten berücksichtigte Tscheche Jiri Nemec im zentralen defensiven Mittelfeld auflaufen.

Die Umstellungen brachten aber nicht den von Stevens erhofften Erfolg. Im Gegenteil, das Spiel der Gastgeber war in der ersten Hälfte zerfahren, ideenlos und leicht durchschaubar. Immer wieder rannten sich die Gastgeber in der dicht gestaffelten Abwehr der Griechen fest, die erheblich ersatzgeschwächt und mit dem Handikap einer zwölftägigen Spielpause angereist waren. Mpenza und Agali waren bestens aufgehoben, tappten außerdem häufig in die Abseitsfalle der Gäste.

Mit unveränderter Formation und in unverändert planlosen Trott starteten die Schalker auch in die zweite Halbzeit. Erst nach einer Stunde sah Stevens die Zeit zum Handeln gekommen. Für Andreas Möller, an dem das Spiel total vorbeilief, brachte er Marc Wilmots, kurze Zeit später kam für den ebenfalls indisponierten Böhme Asamoah. Doch auch die "Neuen" konnten nicht für mehr Durchschlagskraft in den Aktionen der Gastgeber sorgen. Im Gegenteil: Die Griechen wirkten bei ihren vereinzelten Angriffsbemühungen gefährlich als die Schalker im gesamten Spielverlauf und kamen völlig verdient zu ihren beiden Treffern. Schalke war an diesem Abend nur ein Spielball.

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