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Champions League, Gruppe D : FC Bayern gewinnt 3:0 gegen Moskau

Nach Toren von Alaba, Mandzukic und Robben gewinnt der FC Bayern München 3:0 gegen ZSKA Moskau. Der deutsche Titelverteidiger feierte damit einen mehr als gelungenen Auftakt in der neuen Champions-League-Saison.

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Auftakt nach Maß. David Alaba (Mitte) feiert seinen Führungstreffer.
Auftakt nach Maß. David Alaba (Mitte) feiert seinen Führungstreffer.Foto: dpa

Vor eineinhalb Jahren hatte sich Pep Guardiola von der Champions-League-Bühne in seine Auszeit verabschiedet  – mit einer herben Enttäuschung, denn der FC Barcelona war im Halbfinale gescheitert. Die Rückkehr des Trainers in die Königsklasse mit seiner neuen Mannschaft, lief um einiges besser. Der FC Bayern München gab sich als Titelverteidiger keine Blöße und gewann das erste Spiel der Gruppe D gegen ZSKA am Dienstagabend standesgemäß 3:0 (2:0). Bei dem souveränsten herausgespielten Sieg der Saison kam dem Gastgeber vor 68.000 Zuschauern in der Münchner Arena zugute, dass der Gegner weder spielerisch noch kämpferisch dem Triple-Gewinner etwas entgegenzusetzen hatte.

Die Schelte von Sportvorstand Matthias Sammer nach dem Bundesligasieg gegen Hannover am vergangenen Samstag waren zwar nicht bei jedem im Verein gut angekommen, nach Präsident Uli Hoeneß hatte sich vor der Partie auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge  zu Wort gemeldet. „Ich bin kein Freund von öffentlicher Kritik. Der Mannschaft wird das nicht gefallen haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Trainer gefallen hat – und uns hat’s auch nicht gefallen“, sagte er im Fernsehsender Sky.  Aber wie auch immer: Die Münchner zeigten sich hinsichtlich Tempo und Kombinationsspiel gegenüber der ersten Hälfte gegen Hannover jedenfalls stark verbessert. Die Russen mit ihren kantigen Innenverteidigern waren zunächst überfordert und kamen kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus. Anders als in den vergangenen Partien setzte der FC Bayern ein frühes Zeichen durch ein Freistoßtor von  David Alaba. Der Schuss des Österreichers aus knapp 30 Metern war nicht besonders scharf geschossen, aber der Ball setzte kurz vor der Torlinie noch einmal auf und ließ deshalb Moskaus Schlussmann Igor Akinfejew nicht besonders glücklich aussehen.

Starker Robben entmutigt die Russen

Die Münchner, die in der gleichen Besetzung antraten wie am Samstag, also ohne Bastian Schweinsteiger, spielten in der stürmischen Anfangsphase Katz und Maus mit dem russischen Meister, den Pep Guardiola am Tag zuvor noch als „sehr, sehr schwierigen Gegner“ bezeichnet hatte. Mit Ausnahme von Mario Mandzukic, der gleich zweimal aus aussichtsreicher Position vergab, kam der Titelverteidiger trotz Überlegenheit nicht zu klaren Torchancen. ZSKA Moskau fing sich nach einer halben Stunde, schaffte es nun besser, den Ball zumindest zwischenzeitlich vom eigenen Tor entfernt zu halten. Allerdings war die Mannschaft zu ideenlos im Spiel nach vorne. Die schöpferische Pause der Bayern dauerte nicht lange, sie drehten vor der Pause noch einmal  auf – und trafen zum 2:0 (41.). Mandzukic schaffte es bei seinem dritten Versuch, den Ball im Tor unterzubringen, nach einer Freistoßflanke von Arjen Robben. Die Abseitsstellung des Kroaten war dem  italienische Schiedsrichter Gianluca Rocchi und seinem Team allerdings entgangen.

In der Pause nahm Moskaus Trainer Leonid Slutski offenbar  leichte Korrekturen vor. Die Russen versuchten nun, weiter vorne zu stören, sie rückten weiter auf, um von möglichen Fehlern der Münchner im Mittelfeld zu profitieren. In Bedrängnis kam der FC Bayern trotzdem nur selten. Der Gegner hingegen schon. Vor allem Robben setzte sich in der zweiten Hälfte immer wieder in Szene, zweimal war Akinfejew Sieger (49. und 56.), ehe der Niederländer zum 3:0 traf. Alaba hatten den Ball über die Innenverteidigung auf Robben, der den Torhüter verlud (68.). Dann durfte endlich Schweinsteiger ran, später kamen auch noch Claudio Pizarro und Xherdan Shaqiri, aber in den letzten 20 Minuten fehlte den Bayern die letzte Konsequenz. Sie beschränkten sich vor allem auf Spielkontrolle gegen nun endgültig entmutigte Russen.

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