Sport : Champions League: Leverkusen unterliegt zum Champions-League-Auftakt

Nach dem mäßigen Start in der Fußball-Bundesliga hat Bayer 04 Leverkusen nun auch zu Beginn der Champions League Federn lassen müssen. Der Vizemeister unterlag mit 0:2 (0:0) beim russischen Meister Spartak Moskau. Jegor Titow (51. Minute) und Artem Besrodny (89.) erzielten die Moskauer Tore. Die Mannschaft von Trainer Christoph Daum zeigte sich vor 42 000 Zuschauern im Lushniki-Stadion zwar im kämpferischen Bereich verbessert, scheiterte jedoch an der mangelhaften Chancenauswertung.

"Das ist eine bittere Niederlage, aber wir haben gezeigt, dass wir noch Fußball spielen können", sagte Bayers überragender Abwehrchef Jens Nowotny nach dem Spiel. Trainer Daum erklärte, dass es für seine Mannschaft "nicht viel schlimmer kommen kann. Wir können in den nächsten Spielen nur noch gewinnen. Fehler werden in der Champions League bestraft, wir können in den nächsten Spielen nur noch nach vorne schauen." Daum bot bis auf den verletzten Stürmer Ulf Kirsten die Mannschaft vom 1:1 beim 1. FC Köln auf. Der Torjäger laborierte an einem Faserriss in der Rückenmuskulatur. Statt einen Stürmer zu bringen, entschied sich Christoph Daum für die defensivere Variante: Für Kirsten spielte erstmals für Leverkusen Pascal Ojigwe, der die Abwehrkette verstärkte.

Es dauerte etwa eine Viertelstunde, bis die Rheinländer ihren Spielrhythmus fanden und die ersten Angriffe starteten. Allerdings haperte es mit der Chancenverwertung. Vor der Pause verstärkte Spartak den Druck, kam aber ebenfalls zu keinem Treffer. Leverkusens Manager Reiner Calmund war in der Halbzeit noch zufrieden: "Diese Mannschaft betreibt eine ganz andere Sportart als zuletzt. Wir brauchen eben das Quentchen Glück." Genau das fehlte zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zuerst scheiterte Paulo Rink an Filimonow, dann fiel fast im Gegenzug nach einem Patzer von Ojigwe der Moskauer Führungstreffer. Nach Pass von Alexander Schirko traf Jegor Titow zum 1:0. Danach verpassten Ballack (58.), Oliver Neuville (64.), Brdaric (66.) und erneut Ballack (67.) fast im Minutentakt zum Teil beste Leverkusener Möglichkeiten. Besrodny schloss dagegen in der 89. Minute einen Moskauer Konter zum 2:0 ab. Parfionow vergab kurz darauf mit einem verschossenen Foulelfmeter einen höheren Moskauer Sieg.

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