Champions League : Mourinho heizt die Stimmung an

Inter-Trainer José Mourinho trifft auf seinen alten Klub Chelsea und könnte dem den Champions-League-Traum verderben.

Jose Mourinho

London - Michael Ballack und seine Mitspieler wollen sich auf keinen Fall ablenken lassen. „Die Mourinho-Ära ist vorbei“, sagte der deutsche Nationalspieler vom FC Chelsea. „In der Kabine ist das wirklich kein großes Thema.“ Wenn José Mourinho als Trainer von Inter Mailand heute auf seinen alten Londoner Arbeitgeber trifft, geht es aber wohl doch um ein bisschen mehr als den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale. Der Portugiese kehrt erstmals ins Stadion an der Stamford Bridge zurück. Und mit dem 2:1-Hinspielsieg im Rücken kann der selbsterklärte „Special One“ seiner alten Mannschaft den Traum vom Gewinn der Champions League schon frühzeitig zerstören.

Wie erwartet heizte Mourinho die Stimmung schon einmal an. „Es weiß doch jeder, dass Mourinho an der Stamford Bridge nicht verliert“, erklärte er dem Boulevardblatt „Sun“. Chelsea-Coach Carlo Ancelotti wollte sich auf einen Schlagabtausch nicht einlassen. „Das hier ist Chelsea gegen Inter, nicht ich gegen Mourinho“, sagte der Italiener. Auch Stürmer Didier Drogba, der mit Mourinho zwei englische Meistertitel gewonnen hatte, warnte vor Sentimentalitäten. „Mourinhos Rückkehr ist etwas Besonderes, aber wir müssen alles tun, um uns nicht ablenken zu lassen.“   Ballack sieht sein Team trotz der Hinspielniederlage im Vorteil: „Wir sind eine erfahrene Elf, aber die meisten Spieler haben die Champions League noch nicht gewonnen. Deshalb sind wir so hungrig“, sagte der 33-Jährige. „Mit Carlo Ancelotti haben wir einen Trainer, der sie zweimal gewonnen hat. Deshalb ist er hier.“ Chelsea muss allerdings wahrscheinlich auf den verletzten Stammtorhüter Petr Cech verzichten. Stattdessen wird wohl der dritte Torwart Ross Turnbull zwischen den Pfosten stehen. Für Ballack ist das keine Schwächung: „Er ist ein guter Torhüter, alle haben Vertrauen in ihn, da gibt es kein Problem.“ dpa

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