Champions League : Mourinho und Inter jubeln, Ballack trauert mit Chelsea

Inter Mailand und ZSKA Moskau haben das Champions-League-Viertelfinale erreicht. Dank Samuel Eto'o siegt Inter mit 1:0 beim FC Chelsea. Moskau setzt sich mit 2:1 beim FC Sevilla durch.

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Wieder nichts. Auch in diesem Jahr wird Michael Ballack die Champions League nicht gewinnen.Foto: dpa

Verhalten ballte der Mann in dem schwarzen Mantel seine Faust. José Mourinho blieb einigermaßen gelassen und setzte sich nach einem kurzen Hopser und der kleinen Siegerfaust sofort wieder auf seine Bank. Nur nicht zu früh freuen hieß die Devise des Trainers von Inter Mailand. Gerade waren seine Mailänder im Achtelfinal-Rückspiel durch ein Tor von Samuel Etòo beim FC Chelsea in Führung gegangen. Am Ende reichte dieser Treffer den Mailändern aber doch – Inter gewann in London mit 1:0 (0:0). Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel zog die Mannschaft von Mourinho ins Viertelfinale der Champions League ein.

Damit hat Inter Mailands Trainer seinen früheren Klub aus dem Wettbewerb geworfen. Im anderen Spiel des Abends siegte ZSKA Moskau beim FC Sevilla und erreichte damit wie Inter Mailand das Viertelfinale.

Im Stadion an der Stamford Bridge stand die mit Spannung erwartete Rückkehr des Portugiesen Mourinho an die alte Wirkungsstätte im Mittelpunkt. Und Mourinhos Team dominierte das Spiel. Chelsea dagegen blieb über weite Strecken blass und konnte sich nur wenige Torchancen erarbeiten. Dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack und dem Franzosen Nicolas Anelka boten sich vor der Pause die besten Chancen für die nur schwer in Gang kommenden Gastgeber. Der deutsche Unparteiische Wolfgang Stark zog sich mit einigen umstrittenen Entscheidungen den Unmut der Londoner zu und verweigerte den Gastgebern einen durchaus möglichen Elfmeter.

Mit Chelsea scheitert der nächste Topfavorit

Die besseren Möglichkeiten boten sich allerdings Inter durch Diego Milito und Thiago Motta, die aber zunächst scheiterten. Besser machte es Samuel Etòo in der 78. Spielminute. Wesley Sneijders Pass kam genau in seinen Lauf. Der Kameruner blieb eiskalt vor Ross Turnbull, der die verletzten Petr Cech und Henrique Hilario vertrat.

Chelsea hatte nun seinerseits nicht mehr viel entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Die Londonder fielen nur noch durch eine Unsportlichkeit auf, als Didier Drogba kurz vor Schluss noch die Rote Karte sah.

Da war auch dem Letzten im Stadion an der Stamford Bridge bewusst, dass mit Chelsea nach dem spanischen Vertreter Real Madrid nun der nächste Favorit aus der Champions League ausgeschieden ist. José Mourinho und Inter Mailand war das egal. Sie feierten nach dem Spiel ausgiebig den Einzug in das Viertelfinale der Champions League. Und ganz am Ende jubelte auch Inter Mailands Trainer ausgelassen mit seinen Spielern. (Tsp/dpa)

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