• Champions League: Ohne Ideen - ohne Tor: Der HSV verliert 0:1 und ist fast schon ausgeschieden

Sport : Champions League: Ohne Ideen - ohne Tor: Der HSV verliert 0:1 und ist fast schon ausgeschieden

Für den Hamburger SV ist der Traum vom Erreichen der zweiten Runde in der Champions League so gut wie geplatzt. Die Hanseaten unterlagen im heimischen Volksparkstadion gegen Panathinaikos Athen mit 0:1 (0:1) und müssen mit nur einem Punkt aus bislang drei Spielen als Schlusslicht der Gruppe E sogar um Platz drei fürchten, der noch zur Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt. Ein Tor von Stürmer Georgios Nassiopoulos (36.) stürzte den HSV mit dem nun mehr fünften sieglosen Pflichtspiel in Folge noch tiefer in die sportliche Krise.

Vor 44 363 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion hatten es die Platzherren bereits in der vierten Minute kalt erwischt. Spielmacher Rodolfo Cardoso zog sich ohne Einwirkung des Gegners einen Muskelfaserriss zu und musste gegen Roy Präger ausgewechselt werden. "Man merkte den Ausfall von Rodolfo, uns fehlte besonders nach vorn die Linie", hatte HSV-Sportdirektor Holger Hieronymus bereits in der Pause bedauernd festgestellt.

Dabei hatten die Hamburger in der Anfangsphase die besseren Chancen und schienen den Gegner im Griff zu haben. Schüsse von Stig Töfting (5.), Sergej Barbarez (17., 35.) und Roy Präger (40.) deuteten den Willen der Gastgeber an, ohne jedoch von durchschlagendem Erfolg gekrönt zu sein. Der Ball fand einfach den Weg ins Tor nicht. Dagegen nutzte der griechische Vizemeister seine erste Torchance zur Führung. Nassiopoulos nutzte dabei einen Stellungsfehler von Jochen Kientz, der Ingo Hertzsch in der Abwehrkette ersetzt hatte, umkurvte Torwart Jörg Butt und schob den Ball eiskalt ins Netz.

In den Minuten bis zur Pause hätten die Gäste das Ergebnis sogar noch erhöhen können: Doch Georgios Karagunis (43.) scheiterte mit einem Schuss ebenso knapp wie Nikolaos Liberopoulos (45.), der einen Abspielfehler des zweiten "Neuen" im HSV-Aufgebot, Marek Heinz, nicht nutzen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel fand die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf, die im ersten Heimspiel gegen Juventus Turin (4: 4) noch begeistert hatte, nicht mehr zu ihrer gewohnten Linie zurück. Der Bundesligist wirkte zwar optisch überlegen, blieb mit seinem Angriffsbemühungen jedoch immer wieder in der Athener Abwehr stecken. Die beste Chance zum Ausgleich vergaben gemeinsam Mehdi Mahdavikia und Anthony Yeboah, die an einer Hereingabe von Marcel Ketelaer vorbeirutschten (70.). Neun Minuten zuvor hatte der eingewechselte Ketelaer mit einem Schuss vom linken Strafraumeck bereits selbst das Tor nicht gefunden.

Bester Spieler beim Hamburger Sportverein war noch Töfting, der über rechts stets um Offensivdruck bemüht war. Daneben gefiel mit Abstrichen Barbarez. Bei den Gästen ragten Karagunis und Leonidas Vokolos heraus.

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