Champions League : Platzt der Knoten beim HSV?

Der Hamburger SV hofft bei ZSKA Moskau auf den ersten Saisonsieg. Nach der Auftaktpleite gegen Arsenal London stehen die Hanseaten in der Champions League bereits gehörig unter Druck.

Moskau - Bei einer weiteren Niederlage beim russischen Vertreter ZSKA Moskau könnte sich der ambitionierte Traditionsverein aus Hamburg den erhofften Einzug ins Achtelfinale der Champions League wohl vorzeitig abschminken. Die Hamburger, die auch in der Bundesliga noch ohne Sieg sind, brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, um neues Selbstvertrauen zu tanken.

HSV-Trainer Thomas Doll übt sich denn auch weiter in Zuversicht. "Es wird alles nur schlecht gemacht. Man muss auch das Positive sehen. Die Spieler finden langsam ihre Form", hob der 40-jährige Ex-Nationalspieler nach dem erkämpften 1:1 im "Krisengipfel" gegen Werder Bremen am Samstag hervor. Gegen den Vize-Meister zeigte der HSV nach dem 0:1-Rückstand immerhin Moral. "Auf die Art und Weise, wie wir uns präsentiert haben, können wir aufbauen", ist sich Doll daher sicher.

Auch Moskau nicht ohne Sorgen

Auch beim russischen Gastgeber, der sich im ersten Champions-League-Spiel einen Punkt beim FC Porto erkämpfte, hängt der Haussegen schief. Nach der verpatzen Generalprobe gegen den Lokalrivalen Lokomotive Moskau (1:2) ließen die russischen Medien kein gutes Haar an Trainer Valery Gazzajew, da dieser mit dem Kroaten Ivica Olic nur einen Stürmer aufgeboten hatte.

Besonderes Augenmerk wird bei der Partie am Abend (Anstoß um 18:30 Uhr) sicherlich auf HSV-Torhüter Stefan Wächter gerichtet sein. Wächter rückt für Sascha Kirschstein zwischen die Pfosten, der im ersten Gruppenspiel gegen Arsenal London die Rote Karte sah und somit für das Spiel in Moskau gesperrt ist. In der vergangenen Woche hatte Wächter noch für Unstimmigkeiten bei den Hamburgern gesorgt. Wegen der Sperre für Kirschstein in der Champions League hatte Wächter gefordert, auch in der Bundesliga eingesetzt zu werden, um Spielpraxis zu sammeln. Trainer Doll gab aber weiter Sascha Kirschstein den Vorzug. Stefan Wächter dachte daraufhin laut über einen Abschied aus Hamburg nach. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. In Moskau setzt Doll rückhaltlos auf Wächter: "Dort brauche ich ihn. Auf ihn ist immer Verlass." (ddp/sm)

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