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Champions League : RB Salzburg muss mal wieder zuschauen

Geschichte wiederholt sich. RB Salzburg scheitert in der Qualifikation zur Champions League an Malmö FF. Die Österreicher haben die Gruppenphase damit seit 2005 schon zum achten Mal verpasst.

Markus Rosenberg (Bildmitte im hellblauen Trikot) trifft per Kopf für Malmö zum 2:0. Damit hatten die Schweden den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel schon nach 14 Minuten egalisiert.
Markus Rosenberg (Bildmitte im hellblauen Trikot) trifft per Kopf für Malmö zum 2:0. Damit hatten die Schweden den 0:2-Rückstand...Foto: Reuters

RB Salzburg und die Champions League - das passt einfach nicht zusammen. Mit dem blamablen 0:3 bei Malmö FF scheiterte Österreichs Fußball-Meister am Mittwochabend auch bei seinem achten Anlauf zur europäischen Königsklasse. „Was heute passiert ist, können wir gar nicht richtig begreifen“, sagte der fassungslose Trainer Peter Zeidler, der „hanebüchene Fehler“ seiner Abwehr beklagte. „Das war auf Schülerliganiveau“, merkte Verteidiger Martin Hinteregger selbstkritisch an.

Der scheinbar komfortable 2:0-Vorsprung der Salzburger aus dem Hinspiel war bereits nach 45 Minuten verspielt. Der Ex-Fürther und -Augsburger Nikola Djurdjic (7. Minute), der frühere Bremer Markus Rosenberg (14.) und Vladimir Rodic (42.) überrumpelten den ambitionierten Club von Getränkehersteller Dietrich Mateschitz vor der Pause mit ihren Toren regelrecht. Damit war das Déjà-vu für die Salzburger perfekt: Bereits vor einem Jahr waren sie auf dem Weg in die Champions League an den Schweden gescheitert.

„Dilettantische Fehler“ (Trainer Zeidler) begünstigten die Treffer der Skandinavier. „Defensiv war es in der ersten Hälfte eine Katastrophe. Wir müssen überlegen, vom Kinderfußball wieder zu dem Fußball zurückzukommen, den wir unter Roger Schmidt gelernt haben“, erinnerte Abwehrspieler Hinteregger an den früheren Salzburger Erfolgscoach, der jetzt mit Bayer Leverkusen auf dem Sprung in die Königsklasse ist.

Salzburg kann noch auf die Europa League hoffen

Es passt ins Bild von einem völlig verkorksten Saisonstart, dass Österreichs Meister nach zwei Spieltagen in der heimischen Liga noch ohne Punktgewinn dasteht. „'Eier, wir brauchen Eier', hat Oliver Kahn einmal gesagt. Das trifft auch auf unsere Situation zu“, forderte Hinteregger endlich mehr Mumm von seinen Kollegen. „Es passt nicht viel bei uns im Moment. Wir müssen so schnell wie möglich punkten in der Liga, aber leicht wird das nicht“, bemerkte Abwehrspieler Andreas Ulmer.

Immerhin ist der Traum von Europa für RB Salzburg noch nicht ganz zu Ende. Als Verlierer in der dritten Qualifikationsrunde darf das Team an den Playoffs zur Europa League teilnehmen. Diese werden am Freitag (13.00 Uhr) in Nyon ausgelost.

Am Freitag wird die letzte Qualifikationsrunde ausgelost

ZSKA Moskau hat dagegen den Sprung in die Playoffs der Champions League geschafft. Nach einem 2:2 im Heimspiel gegen Sparta Prag gewannen die Russen das Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde in der tschechischen Hauptstadt mit 3:2. Den entscheidenden Treffer erzielte Alan Dzagoew (76.).

Am Dienstag war neben APOEL Nikosia, Dinamo Zagreb und AS Monaco auch Rapid Wien weitergekommen. Die Österreicher schafften eine große Überraschung und schalteten den niederländischen Topclub Ajak Amsterdam aus. Rapid könnten Gegner von Bayer Leverkusen werden. Die Play-off-Spiele werden am Freitag in Nyon/Schweiz ausgelost. Neben dem Bundesliga-Vierten Leverkusen sind auch der FC Valencia, Manchester United, Lazio Rom und Sporting Lissabon für die Entscheidungsspiele qualifiziert. Die zehn Begegnungen finden dann am 18./19. und 25./26. August statt. (dpa)

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