Sport : Champions League: Schon jetzt gegen Manchester United

Ottmar Hitzfeld war keineswegs geschockt, als gestern in Nyon die Lose gezogen wurden. "Ein Superlos", sagte der Trainer des FC Bayern München Hitzfeld, "das wird ein Fußballfest für alle." Ausgerechnet Manchester United, das dem FC Bayern beim Finale vor zwei Jahren in Barcelona in der Nachspielzeit noch den sicher geglaubten Titel in der Champions League entriss, ist der Gegner des Deutschen Meisters im Halbfinale. Und auf der Geschäftsstelle in der Säbener Straße standen die Telefone nicht still. Die Reaktion des FC Bayern: Die 59 000 Karten für das Rückspiel am 18. April (20.45 Uhr) im Olympiastadion werden nur an Vereinsmitglieder und Fanklubs abgegeben. 20 000 Dauerkarten-Besitzer haben zudem ein Vorkaufsrecht.

Wer die Spiele im Fernsehen verfolgen will, könnte auch Probleme bekommen. Zwar überträgt RTL das Rückspiel live, doch das Hinspiel am 3. April wird original nur von Premiere World im Pay TV gezeigt. RTL berichtet erst später in einer Zusammenfassung von der Partie im Old Trafford Stadion.

Wie Hitzfeld war auch Präsident Franz Beckenbauer hoch erfreut. "Das ist das Highlight im europäischen Fußball." Es kommt also zum dritten europäischen Aufeinandertreffen mit "ManU", das nun schon im fünften Jahr hintereinander im Viertelfinale der Champions League steht (1997 Halbfinale, 1999 Sieger). "Wir wollten sie, jetzt haben wir sie", bemerkte lapidar Kapitän Stefan Effenberg, der allerdings gleich davor warnte, gegen den Primus der Premier League ein Spektakel zu erwarten: "Das wird kein offener Schlagabtausch."

Zufriedene Gesichter gab es auch auf dem Betzenberg. Nach den Siegen gegen den PSV Eindhoven trifft der 1. FC Kaiserslautern bei seiner ersten Halbfinal-Teilnahme im Uefa-Pokal seit neun Jahren auf den spanischen Klub CD Alaves. "Habe ich noch nie gehört", sagte Torhüter Georg Koch allerdings über den Klub aus der baskischen Hauptstadt Vitoria, der vor sechs Jahren noch in Liga drei spielte. Teammanager Andreas Brehme sprach sogleich vom "Wunschgegner".

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