Champions League : Stark ersatzgeschwächt nach Porto

Heute spielt Hamburg gegen Porto in der Champions League und Trainer Doll ist genau zwei Jahre im Amt. Nach Feiern ist trotzdem niemandem zumute. Zumal nun auch noch David Jarolim für vier Wochen ausfällt.

Porto - Der sportlich ins Schleudern geratene Bundesligist Hamburger SV hofft am Tag des zweijährigen Dienstjubiläums von Trainer Thomas Doll auf der internationalen Fußball-Bühne auf den Befreiungsschlag. Mit einem Auswärtssieg beim FC Porto (20:45 Uhr, live bei Premiere) wollen die Hanseaten am Dienstag nicht nur die Serie von zuletzt 14 sieglosen Spielen in Folge beenden, sondern auch ihre letzte reelle Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League wahren. Allerdings muss Doll beim Duell mit dem portugiesischen Meister auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.

Neben den Langzeitverletzten Rafael van der Vaart, Thimothee Atouba, Guy Demel und Bastian Reinhardt sowie dem Rot-gesperrten Benjamin Lauth muss Doll auch auf David Jarolim verzichten. Der tschechische Nationalspieler zog sich bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 einen Bänderriss in der Schulter zu und fällt voraussichtlich vier Wochen aus. Darüber hinaus steht auch hinter dem Einsatz von Vincent Kompany ein Fragezeichen. Der Belgier plagt sich seit Wochen mit einer Adduktorenverhärtung.

HSV in Gruppe G im Tabellenkeller

Die Hanseaten blieben an den ersten beiden Spieltagen der "europäischen Königsklasse" den Nachweis ihrer Europacup-Tauglichkeit schuldig. Mit null Punkten steht der HSV in der Gruppe G am Tabellenende. Einer 1:2-Heimniederlage gegen Arsenal London folgte ein 0:1 bei ZSKA Moskau. Bei einer erneuten Niederlage kann sich der Traditionsverein - den Vorstandschef Bernd Hoffmann eigentlich in die Top Ten Europas führen wollte - den erhofften Einzug ins Achtelfinale vorzeitig abschminken.

Die Stimmung beim Bundesligisten ist dementsprechend schlecht. "Diese zwei Jahre waren eine wunderschöne Zeit, das kann mir keiner mehr nehmen," so Coach Doll im Vorfeld zu seinem zweijährigen Jubiläum als Trainer des HSV. Und klingt dabei schon ein wenig nach Abschied.

Porto bislang ebenfalls ohne Sieg

Die Gastgeber stehen allerdings auch nicht viel besser da. Die Mannschaft von Trainer Jesualdo Ferreira kam gegen Moskau nicht über ein 0:0 hinaus. In London setzte es eine 0:2-Niederlage. Im Gegensatz zum HSV zeigte sich der Champions-League-Gewinner von 2004 aber bei der Generalprobe von seiner besten Seite. Beim souveränen 3:0-Heimsieg gegen Maritimo Funchal machte vor allem Mittelstürmer Helder Postiga auf sich aufmerksam. Der 24-jährige Nationalspieler erzielte zwei Treffer. Tor Nummer drei steuerte Lucho Gonzalez mit einem verwandelten Foulelfmeter bei. (tso/ddp)

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