Champions League : Starke Schwaben - Stuttgart gewinnt

Der VfB Stuttgart hat eine Komplett-Blamage in der Champions League verhindert: Im letzten Heimspiel des VfB Stuttgart gegen die Glasgow Rangers gelang dem Meister endlich der erste Sieg.

VFB Stuttgart
Fußballfreude pur - die Spieler des VfB Stuttgart. -Foto: AFP

StuttgartDer deutsche Fußball-Meister kam am Abend mit einen 3:2 (1:1) gegen die Glasgow Rangers in der fünften Partie zum ersten Sieg. Die Schwaben boten im letzten Heimspiel im mit 51.300 Zuschauern erneut ausverkauften Daimler-Stadion ihre beste Leistung in der europäischen Königsklasse und rehabilitierten sich wenigstens teilweise für die vorherigen vier Niederlagen. Die um die Achtelfinal-Teilnahme kämpfenden Schotten waren zunächst durch Charles Adam (27.) in Führung gegangen. VfB- Stürmer Cacau (45+2) schaffte kurz vor der Pause den fälligen Ausgleich, Pavel Pardo (62.) die verdiente Führung, ehe Glasgow nach dem Treffer von Kapitän Barry Ferguson (70.) noch einmal hoffen durfte. Ciprian Marica (85.) erzielte dann den umjubelten Stuttgarter Siegtreffer mit Hacke.

Ohne Nationalstürmer Mario Gomez, der mit einer Brustwirbelprellung passen musste, versuchte der VfB sein Glück. Ansonsten vertraute Trainer Armin Veh jenem Team, das zuletzt in Frankfurt den vierten Bundesliga-Sieg in Folge erzielt hatte, und in der "Euro-Liga" verletzungsbedingt bislang nicht hatte zusammenspielen können. "Wir wollen uns anständig aus der Champions League verabschieden", sagte der VfB-Coach. Für die bereits ausgeschiedenen Stuttgarter endet die Europa-Reise am 12. Dezember mit dem Auswärtsspiel beim FC Barcelona.

Ausgleich fällt nach der Ecke

Seine Spieler begannen gegen Glasgow motiviert und konzentriert, erspielten sich die ersten Chancen in der munteren Partie. Nach einer Hilbert-Flanke produzierte Glasgows Carlos Cuellar (8.) fast ein Eigentor. Eine glasklare Möglichkeit vergab Cacau (19.) unkonzentriert, der allein vor Torhüter Allan McGregor auftauchte, aber zu unplatziert schoss.

Direkt im Gegenzug deuteten die Schotten, die das Hinspiel mit 2:1 gewonnen und für den VfB den frühen Anfang vom Ende eingeläutet hatten, ihre Gefährlichkeit an. Zunächst wurde Matthieu Delpierre angeschossen und hätte das Leder fast ins eigene Tor gelenkt. Nach der fälligen Gäste-Ecke kam David Weir zum Kopfball - Ludovic Magnin klärte da noch auf der Linie. Nach der nächsten Ecke verlor Fernando Meira ein Kopfball-Duell gegen Cuellar. Der gerade für den verletzten Lee McCulloch eingewechselte Adam traf aus kurzer Distanz. Danach spielte nur noch der Bundesliga-Siebte. Der Ausgleich fiel ebenfalls nach einer Ecke, die Thomas Hitzlsperger schoss.

Cacau trifft

Einen Schuss von Pardo lenkte Cacau mit der Hacke ins Tor. Mit viel Selbstvertrauen kam der VfB aus der Kabine und kombinierte stark. Nach Doppelpass mit Verteidiger Andres Beck erzielte Pardo mit einem satten Distanzschuss das Führungstor. Doch dann waren es wieder individuelle Fehler, mit dem sich Stuttgart um den Lohn brachte. Der VfB ließ sich in die eigene Hälfte drängen und brachte die Schotten wieder ins Spiel. Torhüter Raphael Schäfer brachte mit einem schlechten Zuspiel Verteidiger Delpierre in Schwierigkeiten, Ferguson nutzte die Verwirrung und traf. Doch die Stuttgarter gaben nicht auf und wurden durch den Treffer von Marica belohnt. (mit dpa)

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