Champions League : Stuttgart enttäuscht gegen Glasgow

Der VfB Stuttgart ist mit einem Unentschieden in die Fußball-Champions League gestartet. Der Bundesligist kam am Mittwochabend gegen den schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers nicht über ein 1:1 im ersten Spiel der Gruppe G hinaus.

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Der Stuttgarter Christian Träsch (l) kämpft mit dem Glasgower Steven Naismith um den Ball. -Foto: dpa

SttuttgartDer VfB Stuttgart hat beim Auftakt in die Champions League den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Nach ihrem missratenen Start in der Fußball-Bundesliga kamen die Schwaben am Mittwoch gegen den schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Der russische Nationalspieler Pawel Pobrebniak (18. Minute) hatte die Gastgeber vor 39 000 Zuschauern in Führung gebracht, Madjid Bougherra (77.) den Ausgleich erzielt. Trotz anfänglicher Überlegenheit gelang es den Stuttgartern nicht, gegen den lange Zeit harmlosen 52-maligen schottischen Titelträger das dringend nötige Erfolgserlebnis über die Zeit zu bringen.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit aufgehört zu spielen, nur noch reagiert und nicht mehr agiert", sagte VfB-Sportvorstand Horst Heldt. "Das war nicht nötig, wir hätten nachlegen müssen", meinte der frühere Profi, nachdem die Elf mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet worden war. Das Team des jüngsten Champions-League- Trainers Markus Babbel verpasste es, Selbstvertrauen für die Liga- Partie am Samstag gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln zu tanken. "Schade, mir tun die Jungs leid. Das war unnötig", sagte Babbel.

Im nächsten Auswärtsspiel in der Königsklasse in knapp zwei Wochen beim rumänischen Meister Unirea Urziceni stehen die Stuttgarter nun schon unter Druck, um das Minimalziel Achtelfinale zu erreichen. In der Spielzeit 2007/2008 hatte der damalige deutsche Meister in der höchsten europäischen Spielklasse nur eine Partie gewonnen und war als Vorrundenletzter ausgeschieden. Nach dem mit nur fünf Punkten aus fünf Partien misslungenen Liga- Start merkte man den Schwaben den Willen zur Wiedergutmachung an. Keine Minute war gespielt, als der starke Cacau erstmals den Gäste- Torwart Allan McGregor prüfte. Der Nationalstürmer hatte Timo Gebhart aus der Startelf vom 1:3 in Hamburg verdrängt und rechtfertigte seine Nominierung von Anpfiff an.

Nach einer Viertelstunde scheiterte der gebürtige Brasilianer erneut an McGregor, leistete drei Minuten später jedoch die glänzende Vorarbeit zum 1:0 durch Pogrebniak. Nach einem Ballverlust von Sasa Papac schnappte sich Cacau kurz hinter der Mittellinie den Ball und legte im Strafraum überlegt zurück zum russischen Neuzugang, der den schottischen Keeper überwand. Auf der anderen Seite wurde VfB-Torwart Jens Lehmann, mit fast 40 Jahren der älteste Profi in der Königsklasse, in der ersten Hälfte kaum geprüft. Die Gäste verließen ihre defensive Marschroute auch nach dem Rückstand nicht und erarbeiteten sich keine gefährliche Torchance. Die Gastgeber, bei denen Alexander Hleb nach seiner Muskelverhärtung am Gesäß auflaufen konnte, nahmen nach den schwungvollen ersten 20 Minuten Tempo aus der Partie und hatten erst sieben Minuten vor dem Wechsel wieder eine Möglichkeit. Diesmal landete Cacaus Schuss aus spitzem Winkel am Außennetz.

"Wir haben sehr gut angefangen und wenn wir so weitermachen, mache ich mir keine Sorgen", sagte der verletzte VfB-Verteidiger Ludovic Magnin in der Pause am Mikrofon des TV-Senders Sky. Doch seine Mannschaftskameraden hielten sich nicht an die Worte des Schweizers. Der VfB nutzte seine anfängliche Überlegenheit gegen die Rangers, mit denen man es bereits bei den vergangenen beiden Champions-League- Teilnahmen zu tun hatte (zwei Heimsiege/zwei Auswärtsniederlagen) nicht und wurde mit dem 1:1 bestraft. Kurz vor Schluss musste Lehmann dann noch zweimal retten, um die drohende Niederlage abzuwenden. (sba/dpa)

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