Champions League : Stuttgarts Hleb spielt um seine Zukunft

Der Weißrusse trifft heute im Achtelfinal-Hinspiel mit dem VfB Stuttgart auf den FC Barcelona. Gegen den Klub, bei dem er noch bis 2012 unter Vertrag steht, will Hleb endlich zeigen, was in ihm steckt.

von
Alexander Hleb
Wiedersehen macht Freude. Alexander Hleb spielt heute mit dem VfB Stuttgart gegen den FC Barcelona. -Foto: dpa

Inzwischen gilt das Gerücht als verlässliche Nachricht: Alexander Hleb wird den VfB Stuttgart am Saisonende wieder verlassen. Ob Hleb zum FC Barcelona zurückkehren wird, wo er bis 2012 noch zwei Jahre unter Vertrag steht, ist fraglich. In der Wundermannschaft der Katalanen, die heute im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Stuttgart antritt (20.45 Uhr), ist kaum Platz für ihn. Das war auch schon in der vergangenen Saison so, weshalb Hleb nach Stuttgart ausgeliehen wurde. Dass der VfB 15 Millionen Euro ausgibt, um ihn endgültig zu verpflichten, ist praktisch ausgeschlossen. Für Hleb kommt deshalb nur ein anderer europäischer Klub in Frage. Inzwischen liegen lose Anfragen von Klubs aus Spanien, England und Italien vor.

Heute nun spielt Hleb mit seinem Ausbildungsverein Stuttgart, bei dem er zum Profi wurde, gegen seinen Besitzer Barcelona, um eine Zukunft auf der europäischen Fußballbühne. Es wird also ein in allen Belangen besonderes Spiel für ihn – die Vorzeichen für Hleb stehen allerdings ausgesprochen ungünstig. Nicht nur, weil Barcelona als klarer Favorit gilt. Er ist unglücklich in Stuttgart und das ist ihm auch anzusehen. Der 28-jährige Weißrusse schaut frustriert drein, wenn ihn Trainer Christian Gross auswechselt – was der Schweizer Coach bisher in jedem Spiel getan hat. „Ich verstehe es nicht“, sagt er dann. „Sie müssen den Trainer fragen, ich kann mir das nicht immer erklären.“

Der sensible Fußball-Künstler scheint nicht perfekt ins System von Gross zu passen. Der Trainer sieht Hleb nicht nur als Freigeist und Tempomacher am Flügel, sondern verlangt auch verstärkten Einsatz in der Defensive. Er erwarte mehr von Hleb, sagt Gross knapp. Trotz der klaren Ansagen fällt auf, wie wenig beide miteinander reden. Hleb immerhin sagt öffentlich, was er sich für die nächsten Monate wünscht: „Ich will so gerne zeigen, was in mir steckt.“ Das Duell gegen Barcelona könnte ein Anfang sein.

0 Kommentare

Neuester Kommentar