Champions League : Uefa amnestiert den AC Mailand

Der AC Mailand kann trotz seiner Verstrickung in den Manipulationsskandal der Serie A in die Champions-League-Qualifikation starten.

Nyon - Der Europäische Fußball-Verband Uefa hat den italienischen Erstligisten AC Mailand zur Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League zugelassen. Wie die Uefa mitteilte, traf das Notfall-Gremium der Uefa die Entscheidung aufgrund von Stellungnahmen des italienischen Fußball-Verbandes FIGC und des AC Mailand. Die Mailänder treten somit in der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur Champions League 2006/07 am 8. oder 9. August zuerst zu Hause gegen den Sieger des Zweitrundenduells Cork City gegen Roter Stern Belgrad an.

Für den AC Mailand, der die vergangene Saison in der italienischen Serie auf sportlichem Wege als Zweiter beendet hatte und damit direkt für die europäischen «Königsklasse» qualifiziert gewesen wäre, hält sich der Schaden aufgrund der Verwicklung in den italienischen Wett- und Manipulationsskandal damit in engen Grenzen. Nachdem die Staatsanwaltschaft ursprünglich sogar eine Rückversetzung der «Rossonieri» in die Serie B gefordert hatte, ergab das Berufungsurteil nur einen Abzug von 30 Punkten und einen Verbleib in der Serie A.

Damit wird Milan nun offiziell als Dritter der Abschlusstabelle der Serie A in der Saison 2005/06 geführt. Der italienische Verband hatte daraufhin den international erfolgreichsten italienischen Club für die Qualifikation zur Champions League gemeldet. Die Uefa hatte sich am vergangenen Donnerstag allerdings eine Prüfung der «ethischen Zuverlässigkeit» des Vereins vorbehalten.

Wäre der AC Mailand von der Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League ausgeschlossen worden, wäre der italienische Verband nur mit den drei Vereinen Inter Mailand, AS Rom und Chievo Verona in den renommiertesten europäischen Clubwettbewerb gestartet. Der Tabellenfünfte US Palermo hätte die von der Uefa verlangten finanziellen Voraussetzungen nicht erfüllt. (tso/ddp)

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