Champions League : Vier Minuten für drei Tore

Werder Bremen hat die brillante Form aus der Bundesliga auf die Champions League übertragen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf triumphierte bei Levski Sofia mit 3:0 und hat damit die Chance gewahrt, das Achtelfinale zu erreichen.

Sofia - Vor 36.000 Zuschauern im Vasil-Levski-Stadion war Werder über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, benötigte allerdings ein Eigentor durch Lucio Vagner (33.), um auf die Siegerstraße zu gelangen. Die weiteren Tore erzielten Frank Baumann (35.) und Torsten Frings (37.). Bremen agierte im Vergleich zum 6:1 in Mainz unverändert. Sofias Trainer Stanimir Stoilov musste auf einer Position eine Änderung vornehmen. Stammtorhüter Georgi Petkov hatte sich am Daumen verletzt und wurde von Nicolai Michailov ersetzt.

Kuriose Szene leitet den Sieg von Werder ein

Zu Beginn der ersten Hälfte war Bremen angesichts der Kulisse und der Aggressivität und Laufbereitschaft von Levski beeindruckt. Bremen stand zu weit weg von den Gegenspielern, war insgesamt zu passiv und sichtlich darum bemüht, Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen. Nach gut 15 Minuten war der Anfangselan der Gastgeber verbraucht, zunehmend fand Bremen besser ins Spiel und zu gewohnter Ballsicherheit. Eine kuriose Szene führte dann zum ersten Tor für die Bremer. In der 33. Spielminute wollte Torsten Frings Aaron Hunt bedienen, doch Lucio Vagner bekam sein Fuß noch an den Ball. So trudelte das Spielgerät zu Torhüter Nicolai Michailov und dem rutschte das Leder über den Fuß ins Tor. Levski war geschockt und Bremen legte nach. Nur zwei Minuten später war Frank Baumann nach einer Ecke von Frings zur Stelle und in der 37. machte es Frings dann höchstpersönlich. Wieder sah Torhüter Michailov nicht gut aus, ihm rutschte der Ball unter dem Körper ins Netz.

In der Halbzeit wurde Michailov von seinem Leid erlöst, der Torhüter kam nicht wieder zurück auf den Rasen und wurde durch Mitrev ersetzt. Ohne einen Ballkontakt zu haben musste der neue Torhüter schon das erste Mal hinter sich schauen. Beim Schuss von Diego hatte Mitrev allerdings Glück, dass der Ball vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang (47.). Werder ließ es dann langsamer angehen und zog sich nun zurück. So hatte Sofia mehr vom Spiel, konnte das Tor von Tim Wiese aber nur selten ernsthaft in Gefahr bringen. Beim Kopfball von Emil Angelov war Wiese im bedrohten Eck und parierte den Ball (68.), und beim Schuss von Daniel Borimirov (79.) fehlte die Genauigkeit. So konnte Bremen mit den Kräften haushalten und den Sieg ruhig und souverän nach Hause schaukeln. (tso/ddp)

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