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Champions League : Volleys gewinnen gegen Izmir 3:0

Die Volleys haben in der Champions League beim 3:0-Erfolg über den den türkischen Vertreter Arkas Izmir leichtes Spiel. Die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew zieht damit in die nächste Runde ein.

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Freude in Berlin. Die Volleys feierten gegen Izmir am Dienstagabend ihren vierten Sieg im fünften Champions-League-Spiel.
Freude in Berlin. Die Volleys feierten gegen Izmir am Dienstagabend ihren vierten Sieg im fünften Champions-League-Spiel.Foto: Imago

Schon eineinhalb Stunden nach Spielbeginn war die Max-Schmeling-Halle wieder leer und die Helfer sammelten die orangfarbenen Werbebanden wieder ein. Auch der Abschnitt mit dem Slogan „Gebt alles“ hatte seine Schuldigkeit getan und wanderte wieder in den Geräteraum. Die Berlin Volleys hatten im Champions-League-Spiel vor 3784 Zuschauern gegen Arkas Izmir vielleicht nicht alles gegeben, aber ziemlich viel. Nach dem 3:0 (25:20, 25:23, 25:14) lobte Trainer Mark Lebedew: „Das war noch ein Schritt besser als letzte Woche gegen Lugano, die Spieler hatten im Kopf, um was es geht.“

Mit diesem Sieg gelang den Berlinern der Einzug in die Play-offs der besten zwölf Mannschaften der Champions League. „Das erste Etappenziel ist erreicht“, sagte Manager Kaweh Niroomand. Mit 12 Punkten werden die Berliner als einer der fünf besten Gruppenzweiten in die nächste Runde einziehen. Platz eins können sie zwar nicht mehr erreichen, trotzdem freuen sich die Berliner auch auf das Spiel am 18. Dezember gegen ungeschlagenen Tabellenführer Trentino. „Das wird ein Prestigeduell“, sagt Trainer Mark Lebedew.

Die Pflichtaufgabe gegen Izmir aber erledigten die Berliner in beeindruckender Manier. Nach 23 Minuten hatten die Berlin Volleys, die auch das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatten, den ersten Durchgang mit 25:20 gewonnen. Besonders Srecko Lisinac überzeugte mit vier seiner insgesamt sieben Punkte. Als Izmirs kanadischer Außenangreifer John Gordon Perrin versuchte, den 21 Jahre alten Serben sanft zu überlupfen, hatte er nicht mit der enormen Sprungkraft des einzigen Berliner Zugangs dieser Saison gerechnet. Lisinac schraubte sich in die Höhe und drückte den Ball mit den Fingerspitzen zu Boden.

Im zweiten Satz taten sich die Berliner lange Zeit schwerer. „Da haben wir eine Ruhepause genommen“, sagte Kaweh Niroomand. Einige Ungenauigkeiten in der Annahme gepaart mit fehlerhaften Zuspielen ließen den Türkischen Meister lange mithalten. Beim Stand von 21:21 erwies sich der Berliner Block zweimal als nicht zu überwinden. Srecko Lisinac und Scott Touzinsky bildeten jeweils diese menschliche Mauer. Den zweiten Satzball nach einer Berliner Auszeit verwandelte wiederum Srecko Lisinac zum 25:23, der beste Berliner an diesem Abend. Im dritten Satz hatten die Berliner das Spiel über ihre Außenangreifer Paul Carroll (12 Punkte) und Robert Kromm (14 Punkte) im Griff. Die Gegenwehr des Türkischen Meisters erlosch, per Dreier-Block erspielten sich die Berliner gleich 13 Matchbälle. Den dritten wussten sie zu nutzen.

Sofort nach dem Spiel richtete sich der Blick der Berliner auf das anstehende Pokalhalbfinale am Samstag in der Max-Schmeling-Halle gegen Haching. Die Berliner wollen erstmals in das Finale in Halle/Westfalen einziehen. „Das ist wie ein Finale, da müssen wir die maximale Leistung abrufen“, sagte Robert Kromm. Es besteht wohl kaum die Gefahr, aber falls er es vergessen sollte, wird auch am Samstag auf Netzhöhe ein Schild daran erinnern: Gebt alles.

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