Sport : Champions-League: Wiedersehen mit Anelka

Mit den genesenen Carsten Jancker und Mehmet Scholl sowie einer Menge Selbstbewusstsein will "Rotationsmeister" Bayern München den Grundstein für das Erreichen der Champions-League-Zwischenrunde legen. "Ein Punkt - und wir können in den beiden Heimspielen danach alles klar machen", sagte Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spitzenspiel der Gruppe F bei Paris St. Germain heute (20.45 Uhr/live bei Premiere World).

Sollte dem derzeitigen Tabellenführer sogar der dritte Sieg im dritten Spiel gelingen, "sind wir in der Gruppe durch und können uns verstärkt auf die Bundesliga konzentrieren", meinte Manager Uli Hoeneß. In der Tat wäre der Einzug in die Runde der letzten 16 dann nur noch Formsache - doch Präsident Franz Beckenbauer warnt: "Ein Sieg ist möglich. Aber wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen. Die Besten müssen ran."

Nach dem 2:1 der B-Elf beim 1. FC Köln will Trainer Ottmar Hitzfeld daher erneut "rotieren" und gegen den Gruppenzweiten weitgehend mit derselben Anfangsformation starten, die mit 3:1 gegen Rosenborg Trondheim gewonnen hatte. Nachdem sich die zuletzt angeschlagenen Jancker und Scholl am Sonntag wieder fit gemeldet hatten, ist nur noch der Einsatz von Mittelfeldspieler Bixente Lizarazu (Rückenprobleme) ungewiss. Für den Welt- und Europameister würde Michael Tarnat spielen. Torjäger Giovane Elber, der sich nach langer Verletzung eindrucksvoll zurückgemeldet hatte, bleibt dagegen nur die Jokerrolle.

Der nötige Respekt gegenüber dem zweimaligen französischen Meister (1986, 1994) und derzeitigen Tabellenführer ist zwar vorhanden, die Bayern sind sich ihrer Stärke aber durchaus bewusst. "In der Offensive sind sie stark mit Anelka und Christian", sagte Hitzfeld, "aber in der Defensive haben sie Probleme."

Vergangene Saison bereitete der 66-Millionen-Mann Anelka, damals bei Real Madrid, den Münchner Champions-League-Träumen mit zwei Treffern im Halbfinale ein jähes Ende. Traumatisch sind die Erinnerungen aber angeblich nicht. "Er kann jeder Mal ein Tor gegen Bayern schießen. Er ist ein Super-Stürmer und hat viel Geld gekostet. Aber Giovane Elber und Carsten Jancker sind besser", tönte Hitzfeld, dem allerdings weiter die Langzeitverletzten Stefan Effenberg, Paulo Sergio, Jens Jeremies und Alexander Zickler fehlen. Trainer Philippe Bergeroo gibt sich daher vor dem Duell im Prinzenpark-Stadion, in dem die Bayern noch nie gewinnen konnten, bescheiden: "Die Bayern sind für mich die großen Favoriten auf den Gruppensieg. Sie sind ein starker Gegner."

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