Champions Trophy : Handballer aus Nordhorn und Kiel verpassen Finale

Beim Champions-Trophy-Turnier in Ungarn kommt es im Finale zum Duell des Gastgebers Veszprem mit dem Team aus Ciudad Real aus Spanien. Die deutschen Teilnehmer THW Kiel und HSV Nordhorn scheiterten im Halbfinale und spielen nun gegeneinander um Rang drei.

Frank Mebik[dpa]

Veszprem/UngarnOhne deutsche Beteiligung geht am Sonntag das Finale der Handball-Champions-Trophy in Ungarn über die Bühne. Nachdem zunächst EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn gegen Gastgeber MKB Veszprem mit 30:39 den Kürzeren gezogen hatte, verlor auch der deutsche Meister THW Kiel die Neuauflage des diesjährigen Champions-League-Finals gegen Ciudad Real (Spanien) klar mit 24:31 (11:14). Im Mai hatten die Kieler auch das Endspiel der Königsklasse mit 25:31 verloren. Damit kommt es am Sonntag zum Bundesliga-Duell um Platz drei (13 Uhr), während Veszprem und Ciudad Real den Europameister der Vereinsmannschaften ausspielen. Der THW hatte die Champions Trophy 2007 gewonnen.

Der deutsche Rekordmeister Kiel musste auf Nikola Karabatic (verletzt) und Christian Zeitz (im Europapokal gesperrt) verzichten und war mit nur neun Feldspielern nach Ungarn gereist. Dagegen spielten die Spanier ihren ausschließlich mit Weltstars besetzten 14-köpfigen Kader voll aus. Die stärker besetzte Bank war im Endeffekt ebenso entscheidend wie die starke Abwehrleistung von Ciudad mit ihrem überragenden Torwart Arpad Sterbik.

Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Norddeutschen zu viele Fehler im Angriff, Ciudad zog vorentscheidend auf 20:13 (38.) davon. Zwar kämpfte sich der deutsche Meister dank Torwart Andreas Palicka nach zwischenzeitlichem Neun-Tore-Rückstand nochmals auf 20:25 heran, mehr war aber nicht drin. Bester Kieler Torschütze war Kim Andersson mit sechs Treffern, bei Ciudad war Siarhei Rutenka (7 Tore) am erfolgreichsten.

Keine Chance für Nordhorn

Zuvor hatte die HSG Nordhorn gegen die Gastgeber keine Chance. Nordhorn leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, zudem war die Abwehr sehr löchrig. Weltmeister Holger Glandorf konnte nur wenige Akzente setzen und erzielte lediglich drei Treffer. Beste Nordhorner waren vor 4500 Zuschauern Peter Kuckuka und Bjarte Myrholm mit je sechs Toren.

Bis zum 9:9 hatte die HSG mitgehalten, dann setzten sich die Ungarn aufgrund der größeren Alternativen, des besseren Torwarts und des stärkeren Rückraums verdient durch. Nach dem 18:28 (40.) war die Entscheidung gefallen. "Das war ein absolut verdienter Erfolg, auch in dieser Höhe verdient", meinte Nordhorns Trainer Ola Lindgren. "Wir haben in der Schlussphase der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht. Da war es klar, dass wir das nicht mehr aufholen konnten."

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