Sport : Chancen der Deutschen bei der EM

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Zwischen 12 und 15 Medaillen können die deutschen Leichtathleten bei der Europameisterschaft 2002 gewinnen, die heute in München von Bundesinnenminister Otto Schily eröffnet wird. Das ist jedenfalls der Tipp von Frank Hensel, dem Generalsekretär des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Eine durchaus realistische Einschätzung, wobei sogar ein halbes Dutzend Goldmedaillen möglich ist. Die erste deutsche Goldmedaille könnte ausgerechnet einer gewinnen, der mit dem DLV quer liegt: Dieter Baumanns Finale über 10 000 m findet bereits am Mittwochabend statt. Nach seiner zweijährigen Dopingsperre, die im Februar ablief, sagt Baumann: „Ich fühle mich ausgeruht und frisch, ich bin in ansprechender Form. Fünf bis sechs Athleten sind in der Lage, um die Medaillen zu laufen.“

Weitere Gold-Kandidaten des DLV sind 400-m-Läufer Ingo Schultz (Dortmund), die Stabhochspringer Lars Börgeling (Leverkusen), Tim Lobinger (Frankfurt) und Annika Becker (Rotenburg), die beiden Frauenstaffeln (4 x 100 und 4 x 400 m) sowie vielleicht Speerwerferin Steffi Nerius (Leverkusen) und 400-m-Läuferin Grit Breuer (Magdeburg), wenn sie sich nach ihrer Verletzung steigert. 800-m-Olympiasieger Nils Schumann (Großengottern), Hochsprung-Weltmeister Martin Buß (Leverkusen) und auch Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler (Karlsruhe) sind Überraschungen zuzutrauen.

Dennoch werden die deutschen Athleten wohl kaum an die Erfolge der EM 1998 in Budapest heranreichen. Da heimste der DLV 23 Medaillen ein, darunter acht goldene. jöwe

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